5 Headbänga online
07.08.2020 Lustfinger
13.08.2020 Nekrovault
15.08.2020 Heathcliff
20.08.2020 Mulberry Sky
22.08.2020 Ausverkauft! Karg
03.09.2020 Sündenklang
Reviews (10156)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Neun Welten

Interview:
Swallow The Sun

Live-Bericht:
Killswitch Engage

Video:
Gotthard
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von The Man-Eating Tree kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

The Man-Eating Tree - Vine

The Man-Eating Tree - Vine
Stil: Atmospheric Metal
VÖ: 24. September 2010
Zeit: 50:25
Label: Century Media
Homepage: www.themaneatingtree.com

buy, mail, print

Nach längerer Abwesenheit aus dem Musikgeschäft, meldet sich Vesa Ranta (ex-Sentenced) nun mit seiner neuen Band The Man-Eating Tree zurück. Erst vor rund einem Jahr haben sich die Musiker zusammengefunden und schon legen sie mit Vine ein Album vor, das sich wirklich hören lassen kann. Die Vorab-Single Out Of The Wind landete in Finnland gleich auf dem beachtlichen Platz drei der Charts.

Die Band setzt sich zusammen aus Tuomas Tuominen (ex-Fall Of The Leafe) - Vocals / Janne Markus (Poisonblack) - Guitar / Mikko Uusimaa (Reflexion) - Bass / Heidi Määttä (ex-Embraze) - Keyboards und Vesa Ranta (ex-Sentenced) an den Drums.
Es geschieht wohl äußerst selten, dass eine Band sich nach so kurzer Zeit bereits so gut aufeinander abgestimmt anhört, wie es bei The Man-Eating Tree der Fall ist. Für die meisten Songs zeichnet Janne Markus verantwortlich, Texte stammen von Tuomas Tuominen.
Allgemein wird The Man-Eating Tree als "atmosphärischer Metal" eingeordnet, was auch ich als eine sehr gute Umschreibung für diese außergewöhnliche Musik empfinde. Fast zart und zerbrechlich wirkende Parts, aber genauso auch hämmernde Metal-Klänge finden auf diesem Silberling ihren Platz.
Ich gebe zu, dass ich als alter Sentenced-Fan zuerst mal damit kämpfen musste, die Denkweise "Vesa = Sentenced und Sentenced = eine ganz besondere Stimme" zu überwinden, bevor ich mir dieses Album objektiv anhören konnte. Nach weiteren Durchläufen der Scheibe war mir dann aber schnell klar, dass es auch bei The Man-Eating Tree eine ganz besondere Stimme gibt.

Produziert wurde das Werk von Hiili Hiilesmaa (Sentenced, Poisonblack, HIM, Amorphis) zu dem Vesa Ranta sagt: "Er ist ein guter Freund und für mich der beste Produzent in Finnland. Auf Vine finden sich diverse, unter anderem Walgesänge."

Hier nun ein kurzer Querschnitt einiger Titel:
Der Opener "Lathing A New Man" lässt gleich zu Anfang erahnen, welche Abwechslung und welch ein Potential in dieser Band steckt. Die ganze Bandbreite von zart bis hammerhart wird geboten und auch Tuomas klärt gleich mal darüber auf, was er mit seiner Stimme so alles anzufangen weiß.
Mit "The White Plateau" geht es im abwechslungsreichen Stil weiter und das folgende "This Longitude Of Sleep" gibt die Möglichkeit, sich an kalten und trüben Herbstabenden hinweg zu träumen.
Bei "Of Birth For Passing" war es "Liebe auf den ersten Ton" und dieser hymnenartige Titel wird mit Sicherheit unzählige Durchläufe in meinem Player hinter sich bringen.
"Nights In White Satin"... Bei Cover-Songs bin ich immer besonders kritisch, da die meisten Bands nichts weiter hinkriegen als den Originaltitel "nachzuspielen". Hier allerdings begegnet uns eine wirklich beachtliche Interpretation des Moody Blues-Titels, bei der Tuomas alles verfügbare Gefühl aus sich herausschreit. Sehr gelungen!
Verabschiedet wird man mit "Amended", dem längsten Titel dieses Albums. Hier wird noch einmal das gesamte Können jedes einzelnen Musikers ausgeschöpft. Dieser Song präsentiert einen würdigen Abschluss eines wirklich ungewöhnlichen Albums.

Für Menschen, die vielleicht wegen der Beteiligung von Vesa Ranta glauben möchten, es handele sich hier um eine ähnlich wie Sentenced klingende Band, denen sei gesagt, dass dem absolut nicht so ist. Mit The Man-Eating Tree ist eine Band entstanden, die mit ihrer eigenständigen Art ihren Weg machen wird.

Einziger Kritikpunkt meinerseits: leider "verschluckt" Tuomas zuweilen ein wenig Text, was sehr schade ist, sich aber größtenteils verschmerzen lässt.

Fazit : Welcome back, Vesa! Du hast dir mehr als fähige Mitstreiter gesucht!

Dieses Review wurde uns freundlicherweise von Siggi (Poisonlady.de) zur Verfügung gestellt.

Gast

6 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Greed - Burn It Down...
Vorheriges Review: Voodoo Circle - Voodoo Circle

© www.heavyhardes.de