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Rocketchief - Rise Of The Machine

Rocketchief - Rise Of The Machine
Stil: Rotzrock
VÖ: 16. April 2010
Zeit: 58:28
Label: Fastball Music
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/rocketchief

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Habt ihr Zeit für Rock and Roll aus deutschen Landen? Genauer gesagt aus Münster, Stadt der Radfahrer und den Kickern von Preußen. Gitarrist Stephan Gall, der vormals bei Misery Speaks in die Saiten griff, und seine vier Mitstreiter bitten zum rockenden Tanz auf, der den Staub der Straße und den Dreck der Clubs förmlich atmet.

Doch der Reihe nach. Das Quintett nimmt sich aller Stilmittel des Rotzrocks, wie man ihn aus Schweden kennt, an. Schrubbende Gitarren, drückender Groove und ein gurgelnder absolut passender Gesang. Da wippt das Füßchen bereits mit den ersten Noten des Openers "Get Lost" ekstatisch mit. "White Death" bildet einen ersten Höhepunkt, die Jungs legen Wert auf Dynamik und brezeln nicht blindlings drauf los. Meine Lieblinge Motorjesus in diesem musikalischen Metier springen mir als Vergleich immer wieder ins Gesicht. Auch verölte Biker wie die V8 Wankers sind nicht weit weg. Der "Skyjack Horizon" bringt das nächste Highlight zum Vorschein. Wer Kiss-Riffs der 77er Love Gun-Phase schätzt, schnalzt hier mit der obligatorischen Simmons-Zunge, die auch gerne im Stonerdrive zu "In Summer (There Is Dancing)" ausgefahren werden darf. Will man nebenbei die Dame des Herzens beeindrucken, dann greift man ziel- und stilsicher an der Skiptatste zu "Nebris", das lockert jede verkrampfte Stimmung oder Stellung im Nu. Trotz harter Gitarren und heftigem Beginn, wird mit Einsetzen der Strophe ganz sanft ins Mikro von Sänger Freddy gehaucht. Eine ass-kicking Ballade, wobei Ballade das falsche weil leicht irreführende Wort ist, denn das Teil rockt und rollt wie auch der Rest. Also nix mit Schmalz oder triefendem Zuckerkleister. Recht so.

Klassische Autofahrmucke, wie gemacht für sonnige Fahrten ins Blaue oder Grüne mit der Herzallerliebsten. Bei Bier, Kippe und natürlich der angebeteten Dame im verrauchten Club herrscht Rise Of The Machine genauso. Beste Partymucke, wenn auch der ein oder andere Song weniger mehr gewesen wäre, da man sich streckenweise doch wiederholt. Kurz und knapp hätte zu etwas mehr Schönheit verliehen. Trotzdem eine gute Scheibe, die sich angenehm zwischen Hellacopters, Gluecifer und eben Motorjesus macht.

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4 von 6 Punkten

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