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Psychomantum - Genius Loci

Psychomantum - Genius Loci
Stil: Black Metal
VÖ: 07. Juni 2010
Zeit: 54:41
Label: Karge Welten Kunstverlag
Homepage: www.psychomantum.de
MySpace: www.myspace.com/psychomantumband

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Aus Heidelberg erreicht mich das inzwischen fünfte Demo der 1993 gegründeten Psychomantum. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um das Soloprojekt von Sargath, seines Zeichens Keyboarder der inzwischen aufgelösten Formation Geweih (ebenfalls aus Heidelberg stammend). Zwischen 1997 und 2006 wurde Psychomantum eine Zeitlang auf Eis gelegt, nun jedoch hat man sich erneut ins Studio begeben.
Angesichts seiner Funktion bei Geweih verwundert die musikalische Ausrichtung auf Genius Loci keineswegs, hier bekommen wir durchwegs keyboardgeschwängerten Black Metal geboten. Wem also dieses Tasteninstrument ein Gräuel ist, kann hier getrost aufhören, weiterzulesen. Und ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht so genau, was ich von Genius Loci halten soll. Gehen wir mal die Angelegenheit von zwei Seiten her an. Da wäre einmal die lyrische Ausrichtung. Denn Sargath wartet hier nicht mit normalem Schwarzkitteltextgut auf, vielmehr bedient er sich aus dem Kurpfälzer Sagenborn aus 1933, einer Sagensammlung, die sich besonders des Heidelberger Gebietes angenommen hat. Die hieraus entnommenen Gedichte werden stellenweise in Reimform umgewandelt und in schwarzmetallischem Kreisch-/Krächzgesang vorgetragen, der mich ab und an ob der Intonation an Eisregen erinnert. Hierdurch hebt man sich also schon mal von der breiten Masse ab.
Kommen wir also nun zur musikalischen Untermalung des Gedichtguts. Wie bereits erwähnt, zelebrieren Psychomantum keyboarddurchtränkten Schwarzmetal. Wenn man eine etwas härtere Schiene fährt, sprich die Gitarren entsprechend einsetzt und die Keys etwas in den Hintergrund rückt, kommen mir kurzzeitig Vergleiche zu Summoning in den Sinn, jedoch ohne den nötigen Bombast-Faktor. Und ein Blick auf die MySpace-Seite von Psychomantum zeigt, dass ich hier nicht falsch liege, sind die Österreicher doch als ein Haupteinflussfaktor angegeben. Also alles im grünen Bereich? Eben nicht. Denn die Keys sind mir stellenweise einfach zu präsent, zu penetrant, klingen manchmal recht eindimensional und erinnern mich dadurch an den Tastenkünstler Mortiis. Dabei werden auch so manche schmalzigen Melodien aufgefahren, die auch gut zu 08/15-Schlagersahne passen würden (z.B. stellenweise in "Die Jetta"). Die teils doch recht überlangen Songs setzen sich zudem meist aus einzelnen Parts zusammen, die jedoch ohne Überleitungen oder Zusammenhang aneinandergehängt wurden und somit mehr nach Stückwerk als nach einem zusammengehörigen Song klingen. Der Einsatz einer Klopfmaschine äh eines Drumcomputers rundet das Ganze dann ab.
Genius Loci ist also mit Vorsicht zu genießen, von der textlichen Seite gibt's nix zu meckern, musikalisch gibt es ein paar wenige kurze Höhepunkte, vor allem, wenn die Keys nicht allgegenwärtig sind.

Ray

2 von 6 Punkten

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