6 Headbänga online
01.10.2019 Alice Cooper
11.10.2019 The Sisters Of Mercy
19.10.2019 Knorkator
19.10.2019 Catcallas
25.10.2019 Jane
01.11.2019 Joey DeMaio
Reviews (10062)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Slechtvalk kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Slechtvalk - A Forlorn Throne

Slechtvalk - A Forlorn Throne
Stil: Viking Black Metal
VÖ: 16. Juli 2010
Zeit: 61:51
Label: Whirlwind Records
Homepage: www.slechtvalk.com
MySpace: www.myspace.com/slechtvalkofficialmyspace

buy, mail, print

Ein Jahr nachdem die niederländischen Viking-Metaller Slechtvalk bei Whirlwind unter Vertrag genommen wurden, erscheint nun ihr viertes Langschwert namens A Forlorn Throne. In der holländischen Szene seit langem fest verankert, sollte den fünf finsteren Gesellen mit diesem Album auch europaweiter Respekt gesichert sein. Denn - soviel vorweg - A Forlorn Throne ist ein ganz schön heißes Eisen geworden.

Erste Punkte sammelt das Album mit dem gelungenen Cover-Artwork. Und auch das überarbeitete Band-Logo lässt den laienhaften Schriftzug vergangener Zeiten weit hinter sich. Musikalisch hat sich bei Slechtvalk dagegen wenig geändert - der Name steht auch 2010 für rasanten und düsteren Viking Metal. So peitschen dem Hörer ohne langes Vorgeplänkel nach kurzem Drum-Loop die ersten Gitarrenwände wie eisige Nordwinde um die Ohren. "Tamers Of The Seas" nennt sich der Opener und zeigt Slechtvalk als gereifte Band mit dem richtigen Händchen für ergreifendes Songwriting und große Melodien. Dem steht die nun folgende Hymne "Forsaken" in nichts nach, im Gegenteil: das eröffnende Gitarrenriff ist das beste seiner Art auf A Forlorn Throne und wird sich unbarmherzig ins Langzeitgedächtnis eines jeden Hobby-Wikingers fräsen. Nach rasantem Auftakt nimmt der Song immer mehr epische Züge an und lässt im Gitarrenspiel schließlich einige Parallelen zu Amon Amarth erkennen. Dass in solch einem Mammut-Song auch Männerchöre nicht fehlen dürften, liegt auf der Hand.
Nach dem schnellen "Desolate" startet "Divided By Malice" etwas ruhiger mit epischen Chorälen. Natürlich lässt der Hammerschlag auch in diesem Fall nicht lange auf sich warten. Der Song bleibt aber der moderateste auf dem Album und wartet mit besonders eindringlichen Melodien auf. Die Titel "Allegiance" und "Bewailed" sind hingegen pures Schwarzmetall: schnell und kompromisslos. Heroisch, voller Pathos, aber ohne Kitsch präsentiert sich dann "Enthroned", mit 8:32 Minuten und einer Sekunde Vorsprung vor "Forsaken" die längste Nummer des Albums. "Towards The Dawn" wird Anhängern der Band bereits von der kürzlich erschienen Liedersammlung An Era Of Bloodshed bekannt sein. Der finale Nackenbrecher "Vengeance Of A Scorned King" knüpft an den Opener an und entlässt die erschöpfte Audienz nach Walhalla.

Nach gut einer Stunde ist gewiss, dass Slechtvalk zur Grande Armee des Genres zählen. Ob der Thron in diesen Gefilden je verloren war, ist nicht gewiss, der holländische Wanderfalke hat mit Album Nr. vier seine Ansprüche auf den rumreichen Posten aber auf beeindruckende Weise vorgetragen.

Dagger

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: The Crawdaddy - Resurrected!
Vorheriges Review: Ground Control - Dragged

© www.heavyhardes.de