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Against The Plagues - Decoding The Mainframe

Against The Plagues - Decoding The Mainframe
Stil: Black/Death
VÖ: 31. Mai 2010
Zeit: 44:48
Label: Vic Records
Homepage: -

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Obwohl die Herkunft von Against The Plagues mit den USA angegeben wird, finden sich im Line-Up Namen, die eher an Osteuropa denken lassen. Auch die Liste an Bands, in denen die Namen der Musiker auftauchen, enthält da nicht wenig Kapellen, die aus Polen stammen, u.a. Damnation und Einhorn. Gehen wir also mal davon aus, dass es sich bei dieser Gruppe um eine europäisch-amerikanische Kollaboration handelt.

Wer Against The Plagues noch nicht kennt, kann sich anhand der anderen Combos zumindest grob denken, in welche Richtung der stilistische Zug bei den Euro-Amis geht. Ein Bastard aus Black und Death Metal wird mit Decoding The Mainframe auf die Zuhörerschaft losgelassen, der versucht, das Beste aus beiden Welten zu vereinigen. Das Zweitwerk der 2005 gegründeten Band bietet dann auch kalten, technisch perfekt inszenierten Black/Death, der sowohl von der Performance der Musiker als auch von der Abmischung des Silberlings her absolut an die Grenze des Machbaren geht. Immerhin war auch kein Geringerer als Dan Swanö für das Mastering verantwortlich und die Bandmitglieder haben schon in ihren anderen Kapellen bewiesen, dass sie technisch sehr versierte Musiker sind. Das Problem, das sich mir dabei stellt, ist, dass hier die Fähigkeiten der Künstler nicht im Dienste der Songs stehen, sondern die Stücke nur dazu dienen, das nicht abzustreitende Können der Protagonisten zu präsentieren. Das geht ein paar Songs lang gut, langweilt aber mit zunehmender Spieldauer. Nun, vielleicht ist langweilen ein zu starker Begriff für die Stimmung, welche die CD verbreitet, aber wirkliche Schmankerl in Songwriting findet man leider nicht sehr viele auf dem Rundling. Wenn es so etwas wie eine "intensiv dahinplätschernde Bösartigkeit" gäbe, wäre das die perfekte Beschreibung für die Musik auf diesem Output.

Das macht die CD zwar beileibe nicht schlecht, dazu sind die Herren einfach viel zu gut bei dem, was sie da tun. Aber ein wenig mehr Augenmerk auf dem Songwriting hätte Decoding The Mainframe nicht geschadet und die musikalische Halbwertszeit des Silberlings deutlich erhöht. So bleibt es bei technisch perfekt, aber irgendwie seelenlos. Für eine Bewertung im gehobenen Mittelfeld langt es dennoch, ein paar Stücke kann man sich schon mal anhören, besonders, wenn man auf Sachen wie Dimmu Borgir und Konsorten steht.

Hannes

4 von 6 Punkten

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