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Lautstürmer - Depopulator

Lautstürmer - Depopulator
Stil: Swedish Crust Punk
VÖ: 21. Januar 2010
Zeit: 25:51
Label: Power It Up
Homepage: -

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Schön asoziale Woche im positiven Sinne! Da flattert einem neben den Horror Punkern The Other, den Crossover-Thrash-Newcomern Shock Troopers und vor allem den schwedischen Crust Punk-Veteranen Von Bööm auch noch die neue Scheibe von Lautstürmer ins Haus. Lautstürmer, ..., Lautstürmer, ..., da war doch was ... jaaaah! Das sind die ehemaligen Driller Killer-Haudegen Adam (Voc., Git.), Christ (Bass) und Selle (Drums), und wer die zu ihrer Hochzeit verpasst hat, dem ist wirklich was entgangen. Die waren in den Neunzigern bis zu ihrem letzten Lebenszeichen im Jahre 2007 - einer Split-EP zusammen mit Extreme Noise Terror - vielleicht DAS Aushängeschild der schwedischen Crust Core/Crust Punk-Bewegung. Die vorliegende Scheibe Depopulator (geiler Titel!) stellt nicht nur unter Beweis, dass das Trio auch im Jahr 2010 nix an Brutalo-Speed, instrumental auf den hin Punkt exakt vorgetragen, verloren haben, sondern, dass man sich auch in gesetzterem Alter Anarcho-Attitüde und vor allem Spielfreude bewahren kann.
Im Crust-Bereich vergleichbar mit Disfear und den schon erwähnten Extreme Noise Terror ballern sich die drei in ca. 26 Minuten durch zwölf Punk-Granaten. Angefangen vom Opener "Human Wasteland", der wie auch "Hold The Hellevator" vom Aggressionslevel und der Core-Lastigkeit her an die Anfangstage von Driller Killer und Scheiben wie "Total Fuckin' Hate" (1995) und "Fuck The World" (1997) erinnert, über die als Motörhead auf Speed (das Wort des Reviews!) vorstellbaren "The Biggest Failure", "Coffinshaker" (Klarer Anspieltipp!) oder "Back For Blood" (krasse Vocals zwischen Kreisch-, Grunz- und Bell-Gesang), bis hin zu den Hochgeschwindigkeits-Ohrwürmern "Time To Die" und vor allem "In The Line Of Fire" (Stärkster Song!), wird auf Depopulator kein einziges Mal Luft geholt. Lobend erwähnt darf auch der Hardcorepunk-Brocken "Bow To Noone" (Discharge-beeinflusst) werden. Bei dieser Rasanz bleiben aber auch einige Stücke auf der Strecke, wie "Let The Axe Fall", "The Originators" oder "Parafright", die wie Blitze auftauchen, aber auch genauso schnell wieder verschwinden, ohne dabei einzuschlagen.
Dem Speed (!) tut's keinen Abbruch. Soundtechnisch ist das Ganze ordentlich in Szene gesetzt, wenn auch die Vocals ein Stück weit mehr Schub verdient gehabt hätten. Dafür knallen die Gitarren ohne Ende und marschiert die Rhythmus-Fraktion transparent gemacht ohne unterwegs Halt zu machen. So überfahren wird man gerne und auch gerne rückt der Rezensent dafür vier Punkte mit Fünfer-Tendez raus. Dieses Genre scheint lebendig wie eh und je. Mal sehen was aus Schweden da noch so alles in Zukunft kommt.

Fuxx

4 von 6 Punkten

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