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Skyforger - Kurbads

Skyforger - Kurbads
Stil: Pagan Metal
VÖ: 23. April 2010
Zeit: 49:36
Label: Metal Blade
Homepage: www.skyforger.lv
MySpace: www.myspace.com/skyforgerofficial

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Kurbads ist der Name eine lettischen Märchen- oder Sagenhelden, der in westlichen Breitengraden wohl eher unbekannt sein dürfte. Dies könnte sich aber mit dem gleichnamigen Album der Folk/Pagan-Band Skyforger ändern, die dem Helden mit diesem Konzeptalbum ein vertontes Denkmal zu setzen versucht.

Folk- und Pagan-Metal sind zwar die Hauptbestandteile des skyforger'schen Sounds, aber keineswegs die einzigen. Unberechenbar mischen die Letten auch klassische Metalanteile in ihre Songs und auch eine recht räudige Thrash-Schlagseite lässt sich nicht leugnen. Überhaupt ist "räudig" ein Begriff, der für den gesamten Sound der Balten stehen könnte, denn poliert oder glattgebügelt klingt Kurbads an keiner Stelle. Das soll aber nicht heißen, dass das Quintett stümperhaft zur Sache geht oder die Scheibe unterproduziert klingt, ganz im Gegenteil. Wohltuend erdig und natürlich wirkt das ganze Werk, ohne Anbiederungen an Modeerscheinungen oder den allgemeinen Zeitgeist. Die Letten machen das, wozu sie Lust haben und das machen sie gut. Dabei können sie ein recht breites Spektrum an Variationsmöglichkeiten vorweisen, beginnt der Tonträger doch erst mal recht ruppig und düster und geht erst bei Song Nummer vier ein wenig ins Folkfeld über, ohne dass bei diesem Wechsel ein Bruch entsteht. So richtig paganifiziert wird das Album eh erst ab dem achten Stück, aber dann richtig, ohne groß in die oftmals übliche Schunkelmucke abzudriften. Zwar ist nicht jeder Song ein Volltreffer geworden und kann sich dauerhaft im Gedächtnis festsetzen, aber die Qualität der Stücke sinkt nie so weit, dass von einem Ausfall die Rede sein müsste.

Auch bei den Musikern selbst findet man nichts, was man groß kritisieren könnte. Die ganze Band liefert eine grundsolide Performance ab und kann so das Liedgut völlig angemessen präsentieren. Einzig die etwas versoffen und wüst wirkende Stimme von Frontmann Peter ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber doch nahtlos ins Gesamtkonzept der Letten. Beim Klang der CD hat man sich dazu durchgerungen, sie recht rau und damit authentisch zu belassen, was der ganzen Sache einen durchweg stringenten Anstrich gibt. Am Umfang gibt es nichts zu mäkeln, dafür aber am grottigen Coverartwork der CD, welches vom Gitarrist der Band verbrochen wurde.

Nicht alles ist hier grandios geworden, dazu sind ein paar Songs einfach zu durchschnittlich. Aber im Großen und Ganzen haben die Letten mit Kurbads ein recht beachtliches Album geschaffen, das eigenständig genug klingt, um eine eigene Nische im ziemlich überfüllten Pagan-Bereich finden zu können.

Hannes

4 von 6 Punkten

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