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Trauma - Archetype Of Chaos

Trauma - Archetype Of Chaos
Stil: Death Metal
VÖ: 26. Februar 2010
Zeit: 45:09
Label: Witching Hour Productions
Homepage: trauma.art.pl

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Death Metal aus Polen ist ja so was wie ein Qualitätssiegel. Man nenne nur Namen wie Vader, Behemoth oder Decapitated und schon schnalzen die meisten Jünger des Todesmörtels mit der Zunge. Dass es aber neben den hier genannten Bands der ersten Reihe auch solche gibt, die zwar ebenfalls qualitativ hochwertige Mucke machen, aber (noch) nicht den Bekanntheitsgrad der erfolgreichen Landsleute erreicht haben, dürfte auch nicht überraschen.

Dass es mit Trauma aber eine Band gibt, die bereits seit 18 Jahren (die vier Jahre, in denen die Band noch Thanathos hieß, nicht mal mitgezählt) mehr oder weniger im Underground stecken bleibt und den Durchbruch einfach nicht schafft, verwundert dann doch. Denn was die vier Polen auf ihrem siebten Album Archetype Of Chaos bieten, braucht sich hinter keinem Produkt ihrer Landsleute verstecken. Astreiner Death Metal, unbarmherzig und äußerst präzise gespielt, ohne Ausflüge in andere Genres und auch ohne irgendwelchen modischen Schnickschnack, zielgerichtet und ohne Kompromisse umgesetzt, der Todesblei-Lunatic wird hier ordentlich bedient. Bitterböse Stücke bekommt man zu hören, die intensiv umgesetzt sind und mit fast chirurgischer Präzision gespielt werden. Das ist aber Fluch und Segen zugleich, denn bei aller technischen Klasse, welche die Jungs hier an den Tag legen, entsteht gleichzeitig auch ein Gefühl der Kälte, ja sogar der Sterilität. Das mag von der Band durchaus beabsichtigt sein, ich persönlich hätte mir ein wenig mehr Leben in der Umsetzung gewünscht. Zum Glück weiß die Band aber genug Abwechslung in die Songs zu packen, um zu vermeiden, dass durch die angesprochene Kälte so etwas wie Langeweile aufkommt.

Technisch gibt es, wie schon erwähnt, nicht das Geringste an diesem Album auszusetzen. Die Produktion knallt ganz außerordentlich, extrem klar und transparent lässt die Abmischung jedes Instrument zur Entfaltung kommen. Dieser Qualität ebenbürtig zeigen sich auch die Leistungen der Musiker an ihren jeweiligen Instrumenten, die Herren verstehen ihr Handwerk wirklich. Nur bei den Growls gibt es meiner Meinung nach noch Raum zu Verbesserungen, Sänger Chudy zeigt zu wenig Variationsmöglichkeiten, um auf Albenlänge überzeugen zu können. Nicht wirklich schlecht, aber auf Dauer etwas eintönig, da gibt es bessere Grunzer in der Szene.

Archetype Of Chaos ist ein richtig solides, an manchen Stellen gar sehr gelungenes Album geworden, das wegen der angesprochenen Kritikpunkte aber im vorderen Mittelfeld stecken bleibt. Technik-Fetischisten, die sich auch durch den etwas klinischen Sound nicht abschrecken lassen, können noch einen Punkt draufschlagen.

Hannes

4 von 6 Punkten

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