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The Apparatus - Heathen Agenda

The Apparatus - Heathen Agenda
Stil: Death Black Metal
VÖ: 30. Mai 2005
Zeit: 46:00
Label: Dreamcatcher Records
Homepage: www.theapparatus.com

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Aus dem norwegischen Trondheim hat sich schon so manche Band auf den Weg gemacht, um die Welt mit extremem Metal zu verwöhnen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich, mal mehr, mal weniger qualitativ hochwertig. The Apparatus kommen, wer hätte es gedacht, ebenfalls aus Trondheim, machen ebenfalls extreme Musik, können zwar noch keine riesigen Erfolge verbuchen, aber verwöhnen den geneigten Hörer mit sehr anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Schwarzwurzelmucke.

Man sollte kaum meinen, dass Heathen Agenda das Debütalbum der Norweger ist, denn die Scheibe kann über die gesamte Spielzeit hinweg überzeugen, ohne langweilig zu werden oder sich abzunutzen. Wenn ich jetzt Bands als Vergleich heranziehen soll, kommen mir immer wieder Satyricon, Dissection oder in Ansätzen Dimmu Borgir in den Sinn, die ja auch nicht gerade uninnovative Knüppelcombos sind. Die Songs sind immer mit einem gesunden Maß an Melodie ausgestattet, Keyboards werden nur sehr spärlich und dezent im Hintergrund eingesetzt. Aber The Apparatus auf Black Metal festzunageln wäre zu einfach, aber so leicht machen es einem die Jungs nicht. Hier finden sich auch viele Einflüsse aus dem Death Metal, die sich vor allem in langsameren groovigen Riffs niederschlagen. Überhaupt verfallen The Apparatus seltenst in stumpfe Raserei, schnelle Blast Beats findet man gar nicht vor, stattdessen sorgen allerlei Tempowechsel dafür, dass Heathen Agenda nie langweilig wird. Auch der Gesang trägt dazu sein Scherflein bei, zwar kreischt Sänger Vegard den Großteil der Spielzeit über in typischen Black Metal Gefilden, aber der Gute überzeugt in gleichem Maße bei todesmetallischen Growlern oder tiefen, rauen und klaren Gesangspassagen. Dazu gesellt sich eine sehr gute Rhythmusabteilung, bei der hier vor allem Drummer Kim lobend erwähnt werden soll, denn sein Schlagzeugspiel ist wirklich exquisit, treibend, dezent verspielt und sehr abwechslungsreich, ohne sich jedoch in den Vordergrund zu drängen.

Wer jetzt Bedenken hat, dass das Ganze irgendwie zerfahren und wirr wirkt, den kann ich beruhigen. Das Sextett schafft es spielend, die ganzen Ideen und Einflüsse, die in den Songs stecken, zu einem homogenen Ganzen zu verschmelzen, dem nie der rote Faden verloren geht. Stets nachvollziehbar und eingängig, ohne langweilig zu werden oder sich schnell abzunutzen. So muss extreme melodische Musik klingen. Fehlt nur noch der mächtige Übersong, dann gibt es nächstes Mal volle Punktzahl.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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