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Avenging Angels - Shrouded In Mystery

Avenging Angels - Shrouded In Mystery
Stil: Thrash Metal
VÖ: 2010
Zeit: 41:07
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.avenging-angels.com

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Sieben Leute in einer Band, die prinzipiell dem Thrash und Death Metal gewidmet ist, das ist eine Menge. Zwei Sänger, zwei Gitarristen, Bass und Schlagzeug und dazu noch das Keyboard. Da besteht natürlich die Gefahr, völlig überfrachtete Songs zu präsentieren, was aber im Falle Avenging Angels nicht so ist.

Die in Eigenregie produzierte Scheibe hat mir anfangs durch ihren räudigen Sound etwas zu schaffen gemacht. Doch nach mehrmaligem Hören merkt man, dass Klang und Kompositionen ganz gut miteinander können und die Platte durch den eigenwilligen Sound sogar einen ganz eigenen Charme entwickelt. Zwei Sänger in einer Band dagegen kennt man inzwischen von so mancher Combo, bei der einerseits eine aggressive Note zutage gelegt wird, auf der anderen Seite zuckersüße Melodien geträllert werden. Nicht so bei den Österreichern, denn die beiden Frontmänner wechseln sich höchstens bei Todesgrowls und schwarzen Screams ab, wobei typische Aggroshouts auch nicht fehlen dürfen. An der Gitarrenfront legt man sehr viel Wert auf abwechslungsreich gestaltete Songs, hier paaren sich unterschiedlichste Geschwindigkeitsregionen mit mal härteren, mal etwas weniger harten Passagen, diverseste Breaks führen zu unerwarteten Wendungen und stilistisch will man sich auch nicht ausschließlich auf eine Richtung festlegen und fährt somit ein breites Spektrum aus Thrash, Black, Death, Heavy und auch Dark Metal auf. Das alles wird neuerdings dann auch durch den Einsatz des Tastenmannes unterstrichen, der dezent verschiedenste Sounds in die Songs der Avenging Angels einflicht.

Unterm Strich bleibt ein gutes Album, das allerdings aufgrund seiner Stilvielfalt und kompositorischen Eigenwilligkeit Zeit braucht, um zu zünden. Auch die klangliche Komponente führt dazu, dass man sich mit Shrouded In Mystery etwas mehr und intensiver beschäftigen sollte. Hat man aber die nötige Zeit aufgebracht, so bekommt man eine Band serviert, die auf ihrem Zweitwerk sehr viel Potential an den Tag legt.

Lord Obirah

4 von 6 Punkten

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