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Untoten - Grabsteinland IV Die Schwarze Feder

Untoten - Grabsteinland IV Die Schwarze Feder
Stil: Gothic
VÖ: 23. Oktober 2009
Zeit: 33:36
Label: Soulfood Music
Homepage: www.untoten.com
MySpace: www.myspace.com/untoten

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Die Untoten sind zurück. Vier Jahre nach dem dritten Teil und drei Jahre nach dem Zwischenspiel über die Blutgräfin geht nun die Grabsteinlandsaga in die nächste Runde.
Der Opener "Geh In Das Licht!" stimmt den Hörer gut ein auf das, was ihn hier erwartet. Ein dramaturgischer Aufbau, der in der Mitte seinen Zenit erreicht und dann langsam wieder verebbt. Bereits beim ersten Durchlauf des Albums wird deutlich, dass Die Untoten eingängiger geworden sind. Das nachfolgende "Bardo" ist ein knackiger Song, der für die Untoten eher ungewöhnlich hart ausgefallen ist. Treibend und mit einer morbiden Schönheit versehen setzt sich die Melodie im Ohr fest. Greta Ida Csatlos (Vocals) singt mal verhalten leise und sacht, mal dynamisch kraftvoll und verleiht so dem Song eine ganz eigene Art Dynamik. Sehr flott kommt auch "Weißt Du Noch?" durch die Membrane. Mit seiner eingängigen Gesangslinie und dem treibenden Tempo ist der Song schon fast poppig geraten, ähnlich wie auch "Die Seelenfängerin". Aber auch ruhigere Songs sind vertreten wie z.B. "Ein Letzter Akt Der Rebellion", der eher verhalten und ruhig arrangiert wurde oder "Sturm, Brich Los", bei dem man sich einfach fallen und mitreißen lassen kann. Beim vorletzten Song "Der Mond Des Jägers" hört man das heraus, was Die Untoten bislang ausmachte: eine Spur Chanson, gepaart mit einer morbiden Schönheit, eingebetet in einer nicht zu aufdringlichen Melodie. Hier entsteht das Bild eines Spaziergangs nachts bei Vollmond auf einem Friedhof vor dem geistigen Auge.
Unterm Strich stellt mich Die Schwarze Feder bewertungstechnisch vor einen kleinen bis mittleren inneren Disput. Denn Die Untoten haben auf Die Schwarze Feder eine leichte Kurskorrektur vorgenommen. Das chanson-artige, dass die Lieder Der Untoten in der Vergangenheit auszeichnete, ist hier nur noch stellenweise zu vernehmen. Statt dessen zeichnen sich die Lieder nun durch sehr eingängige Melodiebögen aus, was einerseits ja nicht schlecht ist. Andererseits ist man hier dadurch schon fast beim Mainstream angekommen. Und das schlägt sich meiner Meinung nach negativ auf den Wiedererkennungswert der Untoten nieder. Zwar hat der Beipackzettel mit der Behauptung recht, dass dieses Album den Vergleich mit den Großen der deutschen Rock- und Pop- (!!!) Szene nicht scheuen braucht, jedoch geht das hier zu Lasten der bislang erreichten Individualität.
Die Erstauflage des Albums kommt im Digipack, versehen mit fünf Bonustracks, in die Läden.

Ray

4 von 6 Punkten

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