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Multiball - The Days That Follow

Multiball - The Days That Follow
Stil: Punk, Rock
VÖ: 02. Oktober 2009
Zeit: 38:43
Label: Antstreet Records
Homepage: www.multiballrock.com
MySpace: www.myspace.com/multiball

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"Ever since I was a young boy I played the silverball. From Soho down to Brighton I must have played them all." Dass nicht nur Sir Elton passionierter Flipperaner ist und das Automatenspiel sich auch in Slowenien relativer Beliebtheit zu erfreuen scheint, beweisen Gregor (Voc., Git.), Jan (Drums), Enzo (Bass) und Goran (Git.) mit der Namensgebung ihrer Punk meets Rock-Combo Multiball. Gegründet 2001 folgten ausgedehnte Tourneen quer durch Europa, auf denen die Band sich in über 250 Gigs die entsprechende Reife für ihr Debut At Last! und den Nachfolger Endless Journey holen konnten. Der dritte Streich hört nunmehr folgerichtig auf den Namen The Days That Follow und offeriert ein ausgewogenes Gemisch aus softeren Billy Talent oder Itchy Poopzkid und diversen Anleihen bei Sum Blink 41182. Allerdings stets verpackt in Rocksongs mit zuweilen Ohrwurm-Charakter, die ohne jemand weh zu tun über den Äther gejagt werden können.
Auf den Weg gebracht wird die Kugel so von "The News", das verdächtig nach Tom Pettys "American Girl" im Schleuderwaschgang klingt, gefolgt von der Midtempo-Nummer "A Way Out", die insbesondere durch ihren Vocal-Mix 80er-Softrock-Vibrations aufkommen lässt. Ja, ja, Melodie wird bei den Herren aus Ost-Europa großgeschrieben. Erst in "Thin Rope" treten die punkigen Wurzeln im Marsch-Rhythmus und den Uus und Aas der Chöre offen zutage. "Still On The Run" gibt etwas mehr Gas (die Strophe wird hauptsächlich auf den Toms angeschoben), rennt aber am Hörer vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen.
Das sich viel zu sehr dahinschleppende "There She Stands", in dem eine Ausgewogenheit zwischen zurückgeschraubtem Tempo und vermittelter Power kaum erreicht werden kann, wird abgelöst vom lustigen Swinger "Mike The Great", dem jedoch ein lautstarkes "Hello Joe" entgegengerufen werden darf.
In "27" wird erstmals in der Strophe geshoutet und es folgt ein Klasse-Wah-Wah-Solo begleitet von "Sympathy For The Devil"-Us und auch "Razorblade" kann mit seinem "Schrei Nach Liebe"-Touch überzeugen. "Emperor" und "It's Yours" dagegen sind eher an der obigen 41182-Adresse anzutreffen ohne dabei wirkliche Eigenständigkeit zur Schau zu stellen.
"This City" ruft nicht nur durch den Titel, sondern auch durch die Gitarrenlicks und die hier veränderte stimmliche Klangfarbe Hanoi Rocks-Glanztaten neueren Datums ins Gedächtnis (in etwa "Eternal Optimist" von Another Hostile Takeover oder "Highwired" von Street Poetry) und kann somit auf der Habenseite verzeichnet werden. Dann folgt jedoch mit "Flashing Lights" ein völlig unvermittelter Stilbruch und Multiball driften am Ende des Albums in Placebo-Gewässer ab.
Die gelungene Produktion und die stylische Digi-Pack-Einkleidung können alles in allem leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich auf The Days That Follow mehr belanglose Kompositionen als Songs, die man gerne ein zweites, drittes oder viertes Mal auflegt, die Klinke in die Hand geben. Der Flipper tillt deshalb zu oft, als dass mehr als eine runde Drei drin wäre.

Fuxx

3 von 6 Punkten

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