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Children Of Bodom - Skeletons In The Closet

Children Of Bodom - Skeletons In The Closet
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 18. September 2009
Zeit: 64:13
Label: Spinefarm Records
Homepage: www.cobhc.com
MySpace: www.myspace.com/childrenofbodom

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Mir kommt es vor wie gestern, als ich das Debüt Something Wild der finnischen Abräumer Children Of Bodom mit freudigem Grinsen in den Händen halten durfte. Geschlagene zwölf Jahre sind seitdem vergangen und der Backkatalog der Death-Thrasher ist inzwischen, wenn man die Thrashed Lost & Strungout-EP und die Live-Scheibe Tokyo Warheads dazuzählt, neun Scheiben dick. Unglaublich, oder? Für Langeisen Nummer zehn haben sich die Rabauken vollends ihrer Coverlust hingegeben und mehrere Stücke ihrer Lieblingskünstler in bretthartes Bodom-Gewand gekleidet. Wobei nicht alles neu ist, was mir auf Skeletons In The Closet entgegenglitzert. Das hervorragende Cover von Scorpions' "Don't Stop At The Top" ist schon seit 1999 im Children Of Bodom-Repertoire. Ebenso sind Slayers "Silent Scream", die Partygranaten "Somebody Put Something" (Ramones), "She Is Beautiful" (Andrew W.K.) und das mit einem Augezwinkern eingebolzte "Ooops!... I Did It Again", im Original von Britney Spears, alte Bekannte.

Insgesamt ballern Children Of Bodom dem Freund finnischer Todesmucke siebzehn ausgefeilte Cover-Songs um die verwöhnten Ohren. Darunter finden sich auch einige Überraschungen wie beispielsweise Pat Benatars melancholisches "Hell Is For Children", das in der Bodom-Version nicht nur musikalisch an die Kollegen von Lordi erinnert, und zwei Songs aus dem Soundtrack von "The Big Lebowski" - nämlich zum einen Kenny Rogers "Just Dropped In", bei dem Herr Lahio beim Einsingen so voll war, dass er während der Aufnahmen kotzen musste. Der zweite Song ist der sehr geil umgesetzte Creedence Clearwater Revival-Klassiker "Lookin Out My Backdoor", der wieder auf der Partyschiene daherkommt. Aber auch Metal-Klassiker sind nicht vor den Kindern vom Bodom sicher, und so verlustieren sich die Jungs ebenfalls an Anthrax' "Antisocial" - der Hammer - , Sepulturas "Mass Hypnosis", Maidens "Aces High", Alice Coopers "Bed Of Nails", Billy Idols "Rebel Yell" und, und, und...

Zu Gute halten muss man Children Of Bodom, dass sie weit weg sind vom simplen, stupiden Nachspielen der Songs. Im Gegenteil, vieles wird in meist heftige Genickbrecher umgearbeitet, die durchaus auf eigenen Füßen stehen können. Überhaupt ist hier kompositorisch ganze Arbeit geleistet worden, denn die siebzehn Songs sind einerseits unverkennbar und 100% Children Of Bodom, schaffen aber gleichzeitig den schwierigen Spagat, auch die Stimmung, den Groove und die Message der Originale zu transportieren. Skeletons in The Closet ist ein außergewöhnliches Album von Ausnahmemusikanten und ein faszinierender wie auch bangerfreundlicher Ritt durch die Pop-, Rock- und Metalgeschichte geworden. Sollte in Zukunft auf keiner Party mehr fehlen!

Sebbes

5 von 6 Punkten

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