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Interview

Interview mit Betontod (13.11.2013)

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23 Jahre Bandgeschichte sind eine lange Zeit, auch wenn man in den ersten Jahren damit beschäftigt war, seine Instrumente richtig beherrschen zu lernen (Zitat Frank Vohwinkel - Gitarre). Nach dieser langen Zeit ist es nur legitim, seiner Anhängerschaft auch Live-Material zu kredenzen. Die Punk Rocker Betontod haben sich hierfür ihren Gig in der Großen Freiheit in Hamburg ausgesucht. Die DVD ist durchaus gelungen und vermittelt wahres Live-Feeling. Ein guter Anlass, die Band auch mal mit unseren Fragen zu konfrontieren. Gitarrist Frank Vohwinkel nahm sich der Sache an:

HH: Hallo Betontod, hoffe es geht euch gut. Die Veröffentlichung eures zweiten Livealbums ist ja nun über die Bühne, wie zufrieden seid ihr mit dem Endprodukt?

Frank: Wir haben es geschafft, unser Live-Feeling auf Platte zu bringen. Das war unser Ziel und das haben wir geschafft. Die Soundqualität ist halt extrem gut und da kommt halt alles so rüber, wie wir uns das denken wie es klingen sollte.

HH: Wobei ich zugeben muss, dass das Booklet doch etwas dünn ausgefallen ist....

Frank: Das ist uns leider im Nachhinein auch aufgefallen... Da hätten wir ein wenig mehr liefern können, aber wir hoffen, dass die CD/DVD alles erklärt. Dass so wenig wie möglich Fragen offen bleiben.

HH: Warum fiel die Wahl der Aufnahme auf Hamburg und nicht auf eure nordrhein-westfälische Heimat? Was hat hierfür den Ausschlag gegeben?

Frank: Eben genau das. Dass jeder erwartet hätte, dass wir im Ruhrpott aufnehmen. So als sicheres Ding. Das wollten wir halt nicht. Wir wollten allen zeigen, dass wir im ganzen Land eine echt fette Basis haben und ich denke, das sieht man immer mehr.

HH: Von den ersten beiden Alben findet sich kein Song auf der Setlist. Wird der ein oder andere Song vielleicht doch wieder den Weg auf die Bühne finden?

Frank: Wir haben beim Release Gig in den Docks in HH den ein oder anderen Song gespielt. Auf der Tour auch, das hat sich aber erst im hinteren Teil der Tour entwickelt und da war die Show in HH schon im Kasten. Es ist nicht so, dass wir sagen "wir kommen mit den Songs nicht mehr klar", es entwickelt sich eher so, dass wir sagen was finden wir derzeit am besten. Da ist uns aber zu Beginn der ein oder andere Song abhandengekommen. Das haben wir dann halt korrigiert.

HH: 23 Jahre Bandgeschichte sind eine lange Zeit. Wie betrachtet ihr rückwirkend eure Bandgeschichte? Hätte ihr gedacht, dass ihr nach 23 Jahren noch immer am Start seid?

Frank: Da hat sich glaube ich nie jemand Gedanken gemacht. Wir haben da halt immer so eine Art Ausgleich zu unserem sonstigen Schaffen drin gesehen. Ich denke, dass es auch extrem wichtig ist, dass wir heute sagen können, dass wir extrem erfolgreich sind, aber keinen Druck verspüren. Wir machen genau das, worauf wir Bock haben und keiner kann uns zu irgendwas zwingen!

HH: Ein klein wenig Vergangenheitsbewältigung: Sechs Alben in dieser langen Historie sind nicht gerade viel, vor allem, weil die Hälfte hiervon in den letzten drei Jahren veröffentlicht wurde. Was war da in der Vergangenheit los?

Frank: Nicht viel. Wir haben halt so in den Tag gelebt, was die Musik angeht. Irgendwann stellst du dir dann die Frage, ob du halt noch einmal richtig Gas geben kannst, oder einfach immer so weiter machst. Da haben wir halt Gas gegeben.

HH: Was war eure Beste, was eure schlechteste Entscheidung bei Betontod?

Frank: Die beste war unseren Weg so zu gehen wie wir ihn gegangen sind. Die schlechteste ebenfalls, da wir so halt erst spät gemerkt haben, dass wir viel mehr erreichen können. Und irgendwie nie daran gedacht hätten, dass es so abgehen kann. Das hat sich definitiv geändert.

HH: Würdet ihr mir zustimmen, dass euer Wacken-Auftritt 2011 der Band noch einmal einen ganz kräftigen Schub verpasst hat? Wie fandet ihr eure beiden Gastspiele auf dem größten Metal Open Air? Hattet ihr auch Gelegenheit, euch die ein oder andere Band anzusehen?

Frank: Das Festival ist der Hammer. Das steht irgendwie über allem in Deutschland. Auch wenn es andere Festivals gibt, die auch geil sind. Wacken hat es immer drauf etwas ganz Besonderes zu sein. Die Atmosphäre ist halt einzigartig und die Veranstalter sind halt auch richtig gut drauf.

HH: Nachdem Entschuldigung Für Nichts schon über ein Jahr alt ist, gibt es schon Pläne hinsichtlich des Nachfolgewerkes? Wann können wir damit rechnen?

Frank: Wenn die Regel so weitergeht müsste im nächsten Jahr ja wieder etwas passieren. Watch out...

HH: Wie beurteilt ihr die Lage des Deutsch-Rock / Punk Rock in Deutschland. Nach dem Auflösen der Böhsen Onkelz war hier eine sehr große Lücke, die im Laufe der letzten Jahre immer mehr Bands versuchten, zu schließen bzw. zu füllen. Wie seht ihr hier die Szene?

Frank: Das ist teilweise sehr krampfhaft, weil immer mehr schlechte Bands versuchen auf einen Zug zu springen, der schon längst abgefahren ist, oder besser noch, den sie nie erreichen können. Ich denke, so einfach ist es eben nicht. Ich kann mich nicht hinstellen und schlecht kopieren und dann denken, dass ich in die Fußstapfen eines Originals treten kann. Ich denke, da ist es ein weitaus besserer Weg, seinen eigenen Weg zu gehen. Der ist aber mindestens genauso schwierig zu gehen.

HH: Auf eurer Homepage ist zu lesen, dass ihr nie eine Politrockband wart (und wohl auch nie sein werdet). Ihr bezieht jedoch klar Stellung, vor allem gegen rechts. Eas ist auch gut so. Ist das jedoch nicht auch Politik? Wie politisch soll Musik im Allgemeinen sein?

Frank: Wir haben uns ein paar Jahr schwer damit getan, weil wir der Meinung waren, dass es immer etwas von Rechtfertigung hat, wenn man so etwas tut. Das denken wir heute nicht mehr und wir denken auch, dass es falsch ist, sich nicht zu äußern. Wir würden allerdings nie predigen. Das können andere viel besser. Wir wollen das Thema Politik nicht zu unserem Thema machen. Das heißt nicht, dass wir unpolitische Menschen sind. Im Gegenteil. Und dass man sich klar gegen rechts positioniert hat nichts mit Rechtfertigung zu tun, sondern mit Intelligenz!

HH: Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für meine Fragen genommen habt. Was sollte zum Abschluss nicht unerwähnt bleiben?

Frank: Dass jeder unsere Platten kaufen sollte und zu unseren Konzerten kommen muss. Da kann er oder sie sich dann ein ganz besonderes Geschenk abholen. Einen geilen Abend!

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Ray

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