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Nova Art - Follow Yourself

Nova Art - Follow Yourself
Stil: Progressive Metal
VÖ: 04. Mai 2009
Zeit: 50:30
Label: My Kingdom Music
Homepage: -

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Progressive Töne aus Russland kann man bisher eher als Exoten betrachten. Allgemein kommt erstaunlich wenig aus dem fernen Osten Europas zu uns. Da ist es schön, wenn sich mal ein Act wie Nova Art zeigt. So weiß man, dass es in Russland zumindest auch eine lebendige und aktive Szene für den Metal gibt.

Nova Art haben es sich zum Ziel gemacht, viele verschiedene Genres in einer Synthese einzufangen und daraus einen unverkennbaren Sound zu generieren. Dabei gibt es neben dem Heavy Metal auch Dark Wave- und Gothic-Klänge, die alle durch ein sehr progressives Gebilde umgeben wird. Allerdings ist das jetzt auch nichts Neues. Denn mit Opeth, Paradise Lost oder auch Amorphis gibt es da doch einige große Namen, die ebendies schon in sehr eindrucksvoller Form gemacht haben.

Follow Yourself ist der Zweitling der Band, der nach vierjähriger Schaffenszeit unter den Händen von Kristian Kohlmannslehner in den Kohlekeller Studios entstanden ist. Der Gesang wurde co-produziert von Devon Graves (Deadsoul Tribe). Erst Anfang des Jahres hat Nova Art mit My Kindom Music ein Label gefunden.

Die Musik ist sehr stark von den progressiven Aspekten dominiert. Dark Wave ist eher ein sehr dezentes Element, das ebenso wie der Gothic-Bereich mehr in den ruhigeren Momenten Verwendung findet. Gleich der Beginn des Openers "Don't Follow The Crowd" ist noch recht gut mit Dark Wave in Verbindung zu bringen, doch gleich nach ein paar Takten Intro übernimmt die Gitarre (Artem Kleymyonov) die Arbeit und das Keyboard (Konstantin Sdobnov) erstellt eher Klangwände im Hintergrund oder bringt sich über Melodieparts ein, die als Ergänzung zu den Gitarren wirken. Sänger Andrew Nova setzt seine Stimme mal hart, mal weich ein und bringt auch den einen oderen anderen Shout in den Opener mit ein. Der Bass (Konstantin Ganulich) könnte gerne etwas mehr Druck aufbauen, denn er geht hinter der Gitarre und dem Keyboard unter. Wenn er aber einmal durchdringt, dann bindet er sich schön in die Melodien ein. Das Schlagzeug (Stanislav Koulikov) kann mich absolut überzeugen. Ein sehr guter Job, der hier gemacht wird. Unaufdringlich, aber mit viel Elan. Der Opener gefällt durch einen sehr abwechslungsreichen Aufbau, schöne Riffs, gute Hooklines und einer unaufdringlichen Komplexität.

Als zweiter Track folgt gleich der Titelsong und bei diesem werden dann auch die Schwächen der Russen offengelegt. Dieser Song klingt sehr ähnlich zum Opener. Würde man die ersten beiden Songs inneinander übergehen lassen, dann könnte man kaum eine Unterscheidung zwischen den beiden Songs treffen. Und dies trifft leider für mehr als die erste Hälfte der Scheibe zu. Die Songs ähneln zu stark einander, wodurch man irgendwann beginnt zu meinen, man hört ein rund 30-Minuten-Lied. Unterbrochen wird es dann von den Instrumentals "Just Raining" und "2-35 Before The Roar" zwischen denen sich noch einmal ein Rückfall in den vorherigen Stil mit "Deceptive World" befindet, auch wenn dieser Track etwas mehr Eigenständigkeit besitzt. Der zehnte Track "My Essence" klingt etwas nach einer Mischung aus Thrash Metal und Blind Guardian. Growls auf der einen Seite und harter Prügelsound. Dann aber auch ins Epische anmutende Melodien und ein Gesang, der sich nahe an dem von Hansi orientiert. Mit am Besten gefällt mir die eher ruhige Nummer "Lost In Dreams", mit der das Album danach endet.

Noch scheinen Nova Art ihre Richtung zu suchen. Anders kann ich mir den deutlichen Bruch im Album nicht erklären. Mir persönlich sagt der zweite kürzere Teil mit den thrash-epischen Klängen mehr zu. Mal sehen, wie es beim nächsten Album aussieht.

Anspieltipps: Don't Follow The Crowd, My Essence, Lost In Dreams

Sophos

4 von 6 Punkten

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