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Cattle Decapitation - The Harvest Floor

Cattle Decapitation - The Harvest Floor
Stil: Death Metal
VÖ: 30. Januar 2009
Zeit: 37:38
Label: Metal Blade
Homepage: www.cattledecapitation.com

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Tja, so kann's kommen...
Hat der bekennende Steakliebhaber (Essen? Du meinst damit doch hoffentlich dampfende Stücke von toten Paarhufern?) nun die aktuelle Scheibe der Extrem-Veganer von Cattle Decapitation zur Rezension vorliegen. Wenn das mal gut geht...

Das Fazit gleich mal vorweg: Es geht gut, und wie! Denn mit The Harvest Floor legt das Quartett aus San Diego einen Hammer vor, den ich nach dem etwas halbgaren letzten Output Karma.Bloody.Karma so nicht erwartet hätte. Das ist eine Steigerung um mehrere hundert Prozent im Vergleich zum 07er Werk, so viel steht schon mal fest. Denn Cattle Decapitation sind nicht nur an ihren Instrumenten gewachsen, sie haben auch gelernt, verdammt gute Songs zu schreiben. Dabei hat sich am grundlegenden Stil der Band gar nicht viel geändert, noch immer gibt es eine blutige Mischung aus Brutal Death und Grindcore zu hören, mit der keine Gefangenen gemacht werden. Aber es hat sich auch eine technische Schlagseite eingeschlichen, die ich einfach nur gelungen finde. Hochkomplexe Songstrukturen haben Einzug gehalten, die aber trotz aller technischen Finesse nie unzugänglich werden. Dabei legt gerade Gitarrist Josh ein Können an den Tag, mit dem er sich vor Kollegen aus Combos wie The Faceless oder auch Severed Savior überhaupt nicht zu verstecken braucht. Neudrummer David holzt und prügelt sich durch die Scheiblette, als gäbe es kein Morgen mehr und vermeidet trotzdem, zum bloßen Blastbeat-Monster zu verkümmern, indem er jede Menge Abwechslung in sein Spiel mit einfließen lässt. Und Frontsau Travis grunzt, röchelt und gurgelt sich die Seele aus dem Leib, schafft es aber trotzdem, auch noch Pigsqueals und sogar Blackmetal-ähnliches Gekeife aufs Plastik zu zaubern.

Das alles würde The Harvest Floor aber noch nicht zu dem großartigen Album machen, das es geworden ist, hätten die Kalifornier sich beim Songwriting nicht selbst übertroffen. Denn neben wütendem Lichtgeschwindigkeitsgeknüppel und bösartigen schleppenden Passagen hat es das Quartett geschafft, auch Melodien in ihren Stücken unterzubringen, die sich auf Dauer beim Hörer festsetzen können. Mit dem Titelstück hat sogar ein ganz bedächtiges, fast schon doomiges Instrumental den Weg auf den Longplayer gefunden, das es auf irgendeine Weise schafft, ein Gefühl des Verlustes und der Wehmut zu erzeugen. Und was die Vier bei Songs wie dem Opener "The Gardeners Of Eden" für eine düstere, bedrohliche und doch fast schon melancholische Stimmung erzeugt haben, setzt dem Ganzen die Krone auf, solch ein Gänsehaut-Stück habe ich nun überhaupt nicht erwartet.

Nein, ich kann es nur wiederholen: Dieser Knaller trifft mich gänzlich unvorbereitet, dafür aber umso erfreuter. Saustarkes Album und der Höhepunkt in der bisherigen Discografie der Amis. Weiter so!

Hannes

6 von 6 Punkten

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