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Metallica - All Nightmare Long (Single)

Metallica - All Nightmare Long (Single)
Stil: Heavy Metal
VÖ: 12. Dezember 2008
Zeit: CD1 08:01 - CD2 09:31 - DVD ca. 50 Min.
Label: Vertigo
Homepage: www.metallica.com
MySpace: www.myspace.com/metallica

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Na, aller guten Dinge sind wohl auch bei den alten Helden drei. Manch einer mag nun sagen, die Idee, eine einzige Single als Sammleredition in drei Variationen herauszubringen, sei Beutelschneiderei. Andere wiederum werden die schicken Umverpackung der Haupt-Single, in die man dann nach Belieben noch zwei weitere Ausgaben beifügen kann, eine nette Vorstellung nennen.

Das muss jeder selbst entscheiden, wir lenken unser Augenmerk auf den Inhalt.

Und der hat es in sich. Kommen wir zum Hauptobjekt der Begierde, der eigentlichen Single. Insgesamt fällt die neue Metallischeibe Death Magnetic in zwei Teile (nicht wie Gallien, das sind ja bekanntlich drei): die Nummern, die geradewegs auf die Liebhaber des schwarzen Albums zugeschnitten sind, die Normalos eben, die den mir immer noch unerfindlichen Weg einer Thrash-Band auf den Olymp ermöglicht haben, indem sie brav auf die Konzerte pilgern, nur um "Nothing Else Matters" und "The Unforgiven" zu hören. Zu diesen neuen Songs gehörte auch die (gute) erste Single "The Day That Never Comes", die dann auch prompt auf MTV rotiert. "All Nightmare Long" gehört zur zweiten Kategorie. Und das sind die Nummern, aufgrund derer man die neue Scheibe als lang ersehnte Rückkehr zu alten Tugenden feiern kann, ja muss. Ständige Tempiwechsel, ordentliche Geschwindigkeit, Stakkato-Nähmaschinen-Rhythmus und vor allem jede Menge amtliches Gebolze. Ja, da klingen teilweise ganz alte Zeiten, vor allem aber ...And Justice For All durch. Hurra, sie schrubben und holzen wieder, und die Bayern 3-Kollegen wundern sich und drücken die Skip-Taste. Wir nicht. Das gefällt!

Aber die Live-Versionen, die CD Nummer 1 und CD Numer 2 jeweils zieren, zeigen auch: den schieren Bang-Faktor, die Energie und die unkaputtbare Aggression, auf der ihr Ruhm gründet, das alles erreichen sie auch dieses Mal (noch) nicht ganz. "Wherever I May Roam", "Master Of Puppets" (CD 1), "Blackened" und das unverwüstliche "Seek And Destroy" (CD 2) zeigen, warum Metallica live immer eine Macht sind. Mitreißend, krachig, enorm, Thrash direkt auf die Zwölf. Der Sound fällt zwar gegen die Studio-Single ab, aber die unbändige Wut und schiere Qualität der Songs ist unverkennbar - wobei ebenso auffällt, dass die neue Höflichkeit im Hause Hetfield nicht nur kurzlebig war ("thank you friends - you make Metallica feel very good tonight").

Aufgezeichnet wurden die Live-Versionen jeweils bei der Album-Release-Party in Berlin am 12. September, die wir dann schließlich auf der DVD zumindest in Teilen auch in Wort und Bild mitverfolgen dürfen. Hier gibt es neben dem allgegenwärtigen Single-Song eine über 30-minütige Dokumentation zum Event in Berlin, bei dem die Kollegen inmitten der Halle auf einer runden Bühne umherwüten - "in the round", wie man das so bezeichnet. Sound und Bild sind für eine Beigaben-DVD ok, geboten werden ebenfalls Szenen von der Pressekonferenz und Backstage-Material. Das findet sich dann auch noch in Form von Szenen, die vor dem Auftritt beim Rock im Park-Festival im Bandcontainer geschossen wurden.

Summa summarum: wer nur den Song und zwei Beigaben haben möchte, dem reicht sicher die Haupt-CD. Die beiden anderen lohnen die Anschaffung aber ebenso. Also doch eine gute Idee.

Holgi

5 von 6 Punkten

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