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Camoz - The Fusion

Camoz - The Fusion
Stil: Thrash Metal
VÖ: 2008
Zeit: 36:48
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.camoz.net

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Im Frühjahr noch feierten Camoz zusammen mit Red To Grey und Commander die Veröffentlichung des aktuellen Commander-Langeisens, seit einiger Zeit haben die Jungs nun selbst ihr neues Album am Start. The Fusion nennt sich das Tierchen und bietet gut 36 Minuten abwechslungsreiche Mucke.

Zunächst gibt es eine kleine Einleitung namens "Inferno", die den Hörer zum ersten Song hinführt und der wiederum das Album mit einem gewaltigen Donnerschlag eröffnen soll. Pustekuchen muss man leider sagen, denn der Sound ist etwas dünn geraten. Sicherlich klingt The Fusion nicht schlecht, die Instrumente sind sauber zu hören, aber dennoch fehlt der Scheibe der nötige Wumms. Egal, davon muss man sich nicht wirklich stören lassen. Wie gesagt, "Devolution" eröffnet The Fusion schließlich und zeigt eine deutlich gereifte Band im Vergleich zu seligen Camorristas-Zeiten. Die Songs sind sehr gut arrangiert, bieten viel Dynamik und sind spieltechnisch mehr als ordentlich umgesetzt. Gesanglich zeigen sich ebenfalls Fortschritte, die sich gerade im cleanen Bereich bemerkbar machen. Musikalisch hat man sich etwas von den Camorristas-Wurzeln entfernt, grundsätzlich sind Camoz nach wie vor im Thrash und Heavy Metal verankert und fahren entsprechend oft ein heftiges Brett. Aber man schreckt auch nicht davor zurück mal epischere Elemente und getragenere Passagen in die Songs zu integrieren. Dass das funktioniert, zeigen Songs wie "The Gifted" oder "Orphan Trains", die für mich neben der Bandhymne "P.O.N.M.L" zu den Highlights der Scheibe zählen.

Das größte Manko an The Fusion ist für mich wie gesagt der Sound, der leider zu sehr nach Demo-Aufnahme klingt. Aber das sollte sich in Zukunft ändern lassen, denn Camoz haben meiner Ansicht nach das Zeug zu mehr, und ein Plattenvertrag sollte folglich auch nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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