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Memory Garden - Carnage Carnival

Memory Garden - Carnage Carnival
Stil: Heavy Metal
VÖ: 12. September 2008
Zeit: 51:34
Label: Vic Records
Homepage: www.memorygarden.net

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Vic Records ist wieder da und sie haben auch gleich den ersten Hammer im Gepäck. Nachdem es um das Label sehr still wurde und auch um Memory Garden, haben nun beide wieder die Arbeit aufgenommen und präsentieren uns mit Carnage Carnival einen echten Kracher. Laut eigenen Angaben haben Vic Records seinerzeit Hammerfall und Katatonia auf deren ersten Schritten begleitet, was für deren Gespür und Qualität sprechen würde.

Memory Garden wurde 1992 gegründet, brachte in der Folge ein paar Scheiben heraus, wobei das vorerst letzte Album bereits im Jahr 2000 erschien. Seitdem war es sehr ruhig geworden. Damals zeichnete sich ihre Musik durch einen von Doomelementen geprägten Heavy Metal aus, was sich auch grundlegend nicht geändert hat. Lediglich verschob sich bei ihrem Neuling der Schwerpunkt mehr in Richtung Power Metal, während das Doomige etwas herausgenommen wurde. Dies macht die Sache allerdings definitiv nicht schlechter.

Carnage Carnival besticht durch fette Riffs, eingängige Hooklines, eine nahezu perfekt ausbalancierte Mischung aus harten Klängen und Keyboardelementen und mit Stefan Berglund besitzt Memory Garden einen Sänger, dem diese Art von Musik einfach auf die Stimmbänder genagelt scheint. Durch die Arbeit ihres Produzenten Mike Wead (King Diamond, Mercyful Fate, ehemals bei Memento Mori) hat sich das Album zu einem kompakten und sehr erfrischenden Werk gemausert, dessen Sound absolut überzeugt und selbst das Artwork, wenn auch Geschmacksache, ist der Thematik gelungen angepasst. Sehr häufig kommt das Schlagzeug in meinen Reviews zu kurz, weswegen ich an dieser Stelle Tom Björn (und Mike Wead bzw. natürlich auch dem Mischer im Studio) ein besonderes Lob aussprechen möchte. Ich habe selten ein Schlagzeug gehört, dessen Sound mich so überzeugen konnte.

Diese Scheibe sollte sich jeder Freund der harten Klänge zu Gemüte führen, da es sich hier um ein Highlight des Jahres handelt. Auch wenn sie uns nichts Neues vorführen, so hört man Altbewährtes auf richtig hohem Niveau. Es war mir eine Ehre.

Anspieltipps: Carnage Carnival, The Bitter End

Sophos

6 von 6 Punkten

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