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Karelia - Restless

Karelia - Restless
Stil: Electro Metal
VÖ: 25. April 2008
Zeit: 37:30
Label: Season Of Mist
Homepage: www.karelia.fr.st

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Mir war der Name Karelia noch aus einer Zeit bekannt, wo sie sich die epischen Klänge von Kamelot oder Rhapsody auf die Fahnen geschrieben hatten. Herangekommen sind sie zwar nicht, aber sie konnten durchaus als gute Abwechslung dienen. In der Zwischenzeit haben die Franzosen bereits mehrere Stilwechsel hinter sich gebracht: Zunächst in die progressive Ecke und nun in den Bereich des Electro, des Gothic Metals und des Industrials. Allerdings wenig erfolgreich.

Der Namensgeber der Scheibe dient auch gleich als Opener und macht das Programm klar. Synthies, Loops, Electrogejaule und ein uninspiriertes Geklampfe findet sich zusammen mit dem Gesang von Matt Kleiber auf einem eher spärlichen Niveau wieder. Auch der nächste Song "Trial" verbessert hier zunächst nichts. Mit der dritten Nummer "Mirror Mirror" gelingt ihnen ein wenig Tanzfreude in das dunkle Etwas ihrer Kreativität zu integrieren, wodurch dieser Song schon fast zu so etwas wie einem echten Highlight avanciert. Danach kommt auch schon der erste Coversong. Mobys "Lift Me Up" muss als Vorlage herhalten und wurde mehr oder weniger unverändert übernommen. Passend zum Stil.

Danach gibt es nix Neues. Gar nix. Langeweile heißt das Motto, dem sie treu bleiben bis zum Schluss. Weder "Please Come On In", noch "Lovin' Wife", "Crash", "Give It Away" oder "From My Window" lassen in irgendeiner Form Begeisterung bei mir aufkommen. Der Absturzknüller ist aber dann das zweite Cover: "Losing My Religion", im Original von REM. Die Veränderungen bei diesem Cover sind eigentlich vernachlässigbar. Gering härter, mehr Elektronik in der Musik. Fertig.

Ich finde es frech, eine "Album" zu veröffentlichen, bei dem die eigene Musikleistung nicht einmal eine halbe Stunde beträgt. Es ist eine insgesamt viel zu maue und lustlose Angelegenheit. Ich hatte mit nichts Weltbewegendem gerechnet, aber mit einer schönen Unterhaltung. Diese Scheibe gehört für mich ganz klar zu den Enttäuschungen des Jahres. Da reißt auch der passable Sound nichts mehr raus. Wenn ihr keine Lust habt, dann lasst es bleiben. Aber so nicht.

Sophos

1 von 6 Punkten

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