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Austrian Death Machine - Total Brutal

Austrian Death Machine - Total Brutal
Stil: Death Thrash Metal
VÖ: 25. Juli 2008
Zeit: 38:36
Label: Metal Blade
Homepage: -

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Konzeptalben sind so eine Sache...
Meist viel zu bedeutungsschwanger, um mich auf Dauer fesseln zu können oder dann wieder so überwältigend, dass gar nichts anderes mehr zählt, wenn man solch ein Meisterwerk genießen darf. Hier isses allerdings völlig anders...
Schon alleine der Name "Austrian Death Machine" sollte klar machen, dass es hier nicht zu hundert Prozent ernst zugehen kann, trotzdem ist der Name ein wenig irreführend. Denn Death (Metal) gibt's hier keineswegs, Thrash Metal der alten Schule ist das Motto der Stunde. Im Prinzip ist Total Brutal eine CD von Municipal Waste, wenn man die Hardcore-Einflüsse abzieht. Genauso ernst gemeint, genauso gut gespielt, mit dem gleichen geschwellten Brustkorb abgeliefert. Und ja die Scheibe kann und will nicht ernst genommen werden, aber genau das macht sie auch so sympathisch. Ist eh schon ein recht gewagtes Unterfangen, eine Scheibe unter dem Motto Schwarzenegger rauszubringen (wobei sich die überlebensgroße Figur der Gouvernators für solch ein Projekt eigentlich geradezu aufdrängt), aber das Ganze im Thrash anzusiedeln, hat dann doch sowohl Vor- als auch Nachteile. Ja, die ganzen Zwischenspiele in Pseudo-Arnie-Manier haben recht großen Unterhaltungswert (wenn man denn auch die Art von Humor steht), sie nehmen aber auch gehörig Zug aus der Scheibe. Denn durchweg bangen kann man nicht zum Tonträger, dazu gibt es einfach zu viele Unterbrechungen, die aber eigentlich organisch zum Output gehören. Deswegen bin ich immer noch hin- und hergerissen, was diese Scheibe angeht. Denn im Grunde gibt es hier absolut schicken Old School Thrash Metal auf die Ohren, der durchweg Spaß macht. Das klingt gut, das macht Laune, das hat keine Durchhänger. Ok, ein kleiner Aussetzer ist mit Track fünf schon geboten, der Klargesang auf dem Stück ist dann doch recht "gewöhnungsbedürftig", wobei der Song an sich gar nicht schlecht ist. Aber bei 17 Stücken kann man den einen Ausfall doch locker verschmerzen, nur leider werden von der eh schon knappen Gesamtspielzeit von nicht mal 40 Minuten noch locker zehn Minütchen von den (durchaus passenden) Zwischenspielchen verbraucht, was dann im Endeffekt nicht mal eine halbe Stunde echte Mucke übrig lässt. Aber zumindest die ist sehr unterhaltsam geraten, zumal sowohl die Performance als auch die Produktion völlig in Ordnung geht.
Tja, im Endeffekt isses echt Geschmackssache, wie man das Ding hier beurteilt. Ich mag die zur Schau gestellte Art von Humor eigentlich, auch wenn es meiner Meinung nach manchmal recht gezwungen wirkt. Ich vergebe mal vier Punkte für den soliden Thrash und überlasse die Bewertung der Humorkomponente dem geneigten Hörer.

Hannes

4 von 6 Punkten

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