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The Sundial - Transition

The Sundial - Transition
Stil: Pagan Black Metal
VÖ: 01. Mai 2008
Zeit: 52:10
Label: Autona Media
Homepage: the-sundial.com

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Also, manche Labels machen es sich wirklich einfach. Einfach mal einen Rohling, auf dem grad mal der Bandname steht, eingetütet und ab an die schreibende Zunft. Im Nachgang gibt's nach noch ne spärliche Info, die weder ausführlicher Angaben, geschweige denn Songtitel enthält. Da bleibt der Gang zur Tastatur nicht aus.
Die aus Königsberg (= Kaliningrad) stammenden The Sundial wurden 2002 ins Leben gerufen. Dem mir nun vorliegenden Album Transition sind das Debut Heart Of The Sun (2006) und das Demo The Silence (2004) voraus gegangen.
The Sundial haben sich Dark/Gothic Metal mit Doom-Elementen auf das Banner geschrieben. Dabei ziehen sie sich eigentlich ganz ordentlich aus der Affäre. Die Songs sind recht abwechslungsreich gehalten und bewegen sich auch das ein oder andere Mal auf mittelalterlichen Pfaden ("Of Paradise & Love"). Wie es jedoch üblich ist, wird auch hier oft auf den Gut-gegen-Böse-Wechselgesang zurück gegriffen. Während Dmitry Muratov für die Growls und Screams zuständig ist, zeichnet sich Aushängeschild Anastacia Kuznecova für den weiblichen Gegenpart verantwortlich. Dabei trällert sie Gott sei Dank in hohen Gefilden, sondern setzt ihr ausdrucksstarkes Organ kräftig ein. Gerade wenn Dmitry mal ordentlich loskeift kann man ihn etwas mit dem Gesang von Cradle Of Filth vergleichen. Dagegen bildet Anastacia den ruhigen Gegenpol, wie besonders bei dem sehr ruhigen "The Spirits Of The Dead" ersichtlich wird. Dieser Song kommt nur mit dem Piano (Keys) als instrumentale Begleitung aus, so dass Anastacia viel Platz zur Entfaltung bleibt. Das nachfolgende "A Dream Within A Dream" zeigt trotz der flotteren Part arge Längen, der Song ist etwas zu langatmig gehalten. Der Wechsel zwischen den schnellen und den langsamen, schwermütigen Parts bringt hier nicht die erwartete Abwechslung. "The Wood" dagegen kann überzeugen. Und das, obwohl hier auf den bereits erwähnten Wechselgesang der beiden Vocalisten zurück gegriffen wird. Gerade eben, weil Anastacia nicht hoch singt und ihre Stimme gut einzusetzen weiß, gelingt hier das "Duell". Das finale "Sleeping Out: Full Moon" ist vom instrumentalen Faktor her sehr dramaturgisch aufgebaut und kann durch schöne Melodiebögen überzeugen. Leider werden gerade bei diesem Song Sprachdefizite von Dmitry deutlich, was einem gerade am Ende des Songs ein leichtes Lächeln auf die Lippen zaubert. Als Bonus gibt es mit "The Curse" noch einen Bonus-Song auf dem Album, der so gar nicht zum Rest des Materials passen mag. Während über weite Strecken des Albums die ruhigeren Momente dominieren, wird es bei "The Curse" auf einmal industrial-hektisch. Dafür eignet sich der Song gut, um das Tanzbein in den einschlägigen Clubs der schwarzen Szene zu schwingen.
Unterm Strich bleibt ein zwar gelungenes Album mit guten Passagen, das jedoch nicht vollends überzeugen kann.

7 KommentareRay

3 von 6 Punkten

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