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Spitzbart - Spitzbart

Spitzbart - Spitzbart
Stil: Instrumental Jazzrock
VÖ: 30. April 2008
Zeit: 32:26
Label: CometRecords/Radar
Homepage: www.gitarrenbjoern.de

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Björn Müller, der Kopf hinter Spitzbart, kann bereits auf einige Erfolge in seiner Zeit als Musiker zurückblicken. Alleine die Tatsache, dass er in LA am bekannten Musicians Institute lernen durfte, sagt viel über seine Begabung, aber auch über seinen Bezug zur Musik aus. Mittlerweile ist er allerdings wieder in Deutschland und will nun seine Umwelt mit dem Erstling seines Instrumental-Projekts Spitzbart erfreuen.

Bei Titeln wie "Schweben Im Zustand Des Schümli" oder "Ein Spionagehai Tanzt Polka" kann man sich viel erwarten oder auch einfach nur anmerken: "Was will er mit dem Scheiß? Kreative Überkompensation oder was?" Ich will das mal an dieser Stelle nicht so negativ sehen, alleine schon deshalb, da mir die Titel bei Instrumentalmusik meistens eh recht schnuppe sind. Von daher finde ich es eigentlich recht angenehm, wenn sie mal eher frech daherkommen und nicht nur langweilig mit "Elegie in D" oder "Trilogie - Teil 2" betitelt wurden.

Die Musik orientiert sich am Jazz, das kann man wohl ohne große Kenntnisse in diesem Bereich feststellen. Dabei ist es jetzt keine Dauerüberlastung der Ohren wie man es von z.B. Thelonius Monk kennt, sondern die einzelnen Elemente sind recht angenehm arrangiert. Barmusik auf solidem Niveau. Der Zusammenhang zwischen Musik und Titel erschließt sich mir nicht immer, aber das muss ja auch nicht sein. Ich halte es hierbei mal mit den Werken von Andre Breton, die ich sicherlich auch nie verstehen kann. Und auch nicht will. Denn darum geht es nicht, sondern vielmehr um das Empfinden und die Verbindungen, die man durch das Hören der Musik, oder bei Breton das Lesen, knüpfen kann.

Mit einer guten halben Stunde ist es relativ wenig Stoff, den Spitzbart hier liefert, aber dafür gibt es auch keine Füller, keine unnötigen Längen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche in seiner Musik, seinen Liedern. Was es nicht gibt, sind große Überraschungsmomente. Es ist anständige Hausmannskost ohne große Exklusivität. Gut zum Genießen, aber nichts, womit man jetzt bei Freunden der instrumentalen Klänge prahlen würde.

Wer Instrumentalmusik mag, kann ein Ohr wagen, um sich ein Bild zu machen, ansonsten kann man die Musik bei entsprechender Lautstärke sehr gut als Hintergrunduntermalung verwenden, denn wer sie ausblenden will, dem wird das gelingen, wer aber gerade einen ruhigen Moment auf einer Party verbringt, der wird dabei wenigstens ansprechend begleitet.

Sophos

4 von 6 Punkten

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