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Ancient Existence - Death Fucking Metal

Ancient Existence - Death Fucking Metal
Stil: Death Metal
VÖ: 16. Mai 2008
Zeit: 38:39
Label: Twilight Vertrieb
Homepage: -

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"Death Fucking Metal"
Das nenne ich mal ein Statement! Und es trifft den Geist dieser Scheiblette aufs Genaueste, denn was man hier geboten bekommt, ist reinster Death Metal ohne irgendwelche Fremdeinflüsse. Also kein Deathgrind, Neo Death Thrash, Deathcore oder sonst etwas, das zur Zeit en Vogue wäre.
Nein, Ancient Existence wühlen genüsslich im Old School Death Metal, der seine schwedische Prägung nicht verleugnen kann. Stilistisch irgendwo zwischen Lay Down Rotten, Dismember und Konsorten, finden sich auch Spuren von Amon Amarth (der Anfang von "The Soul Is The Prey" würde auch jedem Amarth-Album zur Ehre gereichen) und vom Groove her auch ein ganz klein wenig Six Feet Under. Beste Zutaten also und die vier jungen Deutschen machen daraus auch ein sehr schmackhaftes Gericht. Simple, aber sehr effektive Riffs wissen den Hörer in ihren Bann zu schlagen, die Melodien gehören zum Eingängigsten, was ich in diesem Sektor seit Längerem gehört habe, die Leads geben den Stücken noch den letzten Kick und die Stücke selbst haben alle ein eigenes Gesicht und den damit verbundenen Wiedererkennungswert. Sogar ein sehr gelungenes (fast)Instrumental findet sich mit "Hymn For The Doomed" auf dem Rundling, das keineswegs den Eindruck eines Lückenfüllers macht, sondern sogar eines der stärksten Stücke auf der Scheibe ist. Die Produktion ist klar und gleichzeitig druckvoll, eben der Musik perfekt angepasst, so stelle ich mir ein gelungenes Todeseisen vor. Beim Schlagzeug bekommt man endlich mal wieder traditionelle Arbeit zu hören und wird nicht von Blastbeats ohne Ende erschlagen, wodurch den Track den richtigen Unterbau verliehen wird. Dieses Grundgerüst wird von soliden Basslinien unterstützt, die den Songs die passende Tiefe geben. Auch die Riffs kommen punktgenau und treffend, die Leads sind selten, aber immer passend, alles bestens im instrumentalen Bereich. Der Gesang passt perfekt... zu einer Grindcore-Band und genau das vergällt mir ein wenig die Freude am Album. Sänger Steffen rülpsgurgelt sich durch die zehn Tracks (das erwähnte Instrumental fällt logischerweise aus dieser Zählung raus), dass es bei Rumpelgrindern wie AC oder Cock And Ball Torture eine wahre Freude wäre, hier aber wirkt der Sangesstil sehr unpassend. Durch das erwähnte Rülpsgurgeln schafft es der Frontmann leider nicht, irgendwelchen Druck aufzubauen und da er auch immer im gleichen Tonlagen-Bereich bleibt, kommt dann im Vokal-Sektor ziemlich schnell Langeweile auf.
Schade, denn mit einem passenden Sänger hätte die CD mindestens fünf Punkte abgesahnt, vielleicht sogar mehr. So aber muss ich dafür einen Punktabzug verteilen, denn leider lässt sich dieses Ärgernis nicht überhören oder ausblenden. Na ja, vier solide Pünktchen sind ja auch was...

Hannes

4 von 6 Punkten

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