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Seventh Avenue - Terium

Seventh Avenue - Terium
Stil: Power Metal
VÖ: 28. März 2008
Zeit: 71:31
Label: Massacre Records
Homepage: www.seventh-avenue.de

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Wie das ist der Prophet im eigenen Lande zu sein sollten Seventh Avenue ja schon kennen. Denn bereits anno 1989 gründete Sänger/Gitarrist Herbie Langhans (der das einzige Mitglied aus dieser Zeit darstellt) die deutsche Heavy Metal-Band und nach ein paar Demos wurde 1995 das erste Album Rainbowland veröffentlicht. Mit den Nachfolgern Tales Of Tales und Southgate konnten die Wolfsburger vor allem in Japan und Südamerika punkten, was sie 2003 mit ihrem sehr guten Album Between The Worlds (auf dem übrigens eine sehr coole Version von Survivors "Burning Heart" zu finden ist) unterstreichen konnten. Nach Eternals (2004) ging nun einige Zeit ins Land bevor nun Terium in den CD-Regalen aufschlägt und Seventh Avenue nun erneut versuchen auch in Deutschland zu punkten.

Bei Terium handelt es sich zum ersten Mal in der Bandgeschichte um ein Konzeptalbum, von dem mir aber leider keine näheren Infos vorliegen. Dem Promozettel zufolge geht es um eine Fantasystory, also mal was total Anderes... Doch kommen wir nun zur Musik. Nach dem Intro "Under The Surface", das eine gewisse atmosphärische Spannung aufbaut geht es mit "Crowd In The Dark" in die Vollen. Vom Tempo her galoppiert der Song nach vorne und zwar mit Lead-Gitarren, die unweigerlich an Iron Maiden meets Running Wild erinnern, was man bedenkenlos auf das ganze Arrangement übertragen kann. Dass es noch eine Spur schneller geht zeigt der Titelsong, hier winken Helloween und Gamma Ray kräftig aus den Boxen. Mit prägnanten Chören und ordentlichen Riffs ist der Ohrwurm "Authorities" ausgestattet, wohingegen "Futures Dawn" eine sehr gute Mischung aus Härte und Melodie darstellt und nicht minder eingängig ist. An dieser Stelle ist positiv zu vermelden, dass Sänger Herbie Langhans nicht zu den Sängern gehört, die alles in Grund und Boden quietschen und schreien sondern sich mit seiner kräftigen, vollen und warmen Stimme (die aber auch problemlos in die Höhen kommt) eher in der Schnittmenge Mike Tirelli (u.a. Messiah's Kiss), Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell, Hardline) und mit Abstrichen Patrik Johansson (u.a. Astral Doors) bewegt und den Songs somit eine eigene Note verleiht. Dass neben weiteren superben Kracher wie "Brighter Than The Sun", "Needs", "Betrayal" dem sehr abwechslungsreichen "Priests And Servants" (meiner Meinung nach das beste Running Wild-Lied seit langem!) auch epische und bombastische Elemente ("Hands Of The King", "Way To The Stars") vorkommen, sollte nicht unerwähnt bleiben. Ebenso, wie die Tatsache dass die Ballade "Innocence" zwar wohl etwas kitschig ausgefallen ist, aber dennoch astrein vorgetragen wird und vor allen Dingen aufzeigt, dass Herr Langhans auch ein Meister der cleanen Vocals ist. Da ist es zu verschmerzen, dass "Trail Of Blood" fast wie eine 1:1-Kopie von Maiden klingt. Mit "New Era" gibt es Melodic Metal in Reinkultur, der aber auf jeden Fall gut ausgefallen ist.

Mit dem sechsten abendfüllenden Album, das wirklich auf einem hohen Qualitätslevel angesiedelt ist sollte es Seventh Avenue gelingen auch in hiesigen Landen einige Punkte und vor allen Dingen Fans einzufahren. Terium ist bodenständiger, klassischer Metal, der gut und mit den nötigen Ecken und Kanten produziert wurde. Selbst wenn oben genannte Bands respektive Grave Digger und Accept immer wieder mal durchschimmern, sollten Freunde eben dieser Stahlschmieden die Ohren spitzen. Seventh Avenue machen ihre Sache echt gut und schaffen es trotz der langen Spieldauer kurzweilig zu bleiben und das ist in der heutigen Zeit eine Menge wert.

Andi

5 von 6 Punkten

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