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Knuckledust - Promises Comfort Fools

Knuckledust - Promises Comfort Fools
Stil: Hardcore
VÖ: 21. Oktober 2007
Zeit: 36:59
Label: GSR Music
Homepage: www.knuckledust.com

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Manchmal sprechen Namen eine deutliche Sprache. Wie hier in diesem Fall. Was für Musik kann eine Band namens Knuckledust denn machen wenn nicht Hardcore? Genau, gar nichts anderes! Und so handelt es sich beim aktuellen Output der vier Londoner denn auch um eine bitterböse, giftige Hardcore-Scheibe, auf der keine Kompromisse eingegangen werden.
Ja, Hardcore habe ich geschrieben und auch gemeint. Kein Metalcore oder mit Hardcore gewürzter Thrash, nein, reiner Hardcore, der dem Punk eine ganze Ecke näher steht als dem Schwermetall. Das bedeutet natürlich auch, dass diese CD nicht für jedermann hier bei Heavyhardes geeignet ist. Jünger von Kajal-Combos wie Caliban dürften mit diesem Werk genauso wenig glücklich werden wie reine Thrasher. Fans von Bands wie Municipal Waste, Suicidal Tendencies oder Gang Green wären meiner Meinung nach schon eher die Zielgruppe, die hier angesprochen werden soll.
Und das sollte eigentlich auch gelingen, denn die Energie auf der Scheibe ist durchaus spürbar. Zwar, wie schon weiter oben geschrieben, nicht das metallischste aller Werke, bringt der Silberling genug Heavyness mit, um auch bei uns sein Publikum zu finden. Das liegt vor allem an der Arbeit der Saitenzupfer. Die Gitarren kommen schön heftig rüber, ruppig und schwer. Nicht nur Punkgeschrubbel tönt aus den Boxen, nein, auch echte Riffs haben ihren Weg auf die CD gefunden. Auch die Bassläufe erfreuen mein Ohr mit ihrem Dampf, da gibt's nix zu meckern. Das Schlagzeug wird zumindest zweckdienlich eingesetzt, auch wenn hier der Metal-Faktor doch stark gegen Null tendiert, Doublebass oder gar Blastbeats finden sich nirgends. Der Gesang ist genreüblich recht aggressiv, wenn auch relativ eindimensional. Das wird aber wieder durch die allgegenwärtigen Gangshouts ausgeglichen, so dass auch beim Sangespart keine Langeweile aufkommt. An manchen Stellen werden spanische Sprachpassagen eingeflochten, die recht auflockernd wirken. Dafür befremden mich wieder die (zum Glück recht seltenen) Hip-Hop-angehauchten Parts, darauf hätte ich gut und gerne verzichten können. Mit der Produktion des Rundlings bin ich sehr zufrieden, das knallt direkt ins Gesicht, ohne zu poliert zu wirken.
Wirkt die Stimmung auf der Scheibe auch manchmal etwas verbissen (das muss wohl in diesem Genre so sein) und ist sie mit knapp 37 Minuten auch recht knapp ausgefallen, kann ich mir die Scheiblette doch ganz gerne mal zur Abwechslung vom metallischen Einheitsbrei anhören. Nichts zur Dauerbeschallung, aber durchaus was für Zwischendurch.

Hannes

4 von 6 Punkten

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