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Tokyo Dragons - Hot Nuts

Tokyo Dragons - Hot Nuts
Stil: Hard Rock
VÖ: 21. September 2007
Zeit: 43:04
Label: Escapi Music
Homepage: www.tokyodragons.com

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Tokyo Dragons, so hieß man als zünftige Band Ende der 70er, Anfang der 80er, als es Liveplatten wie die Tokyo Tapes der Scorpions und Krokus-Songs namens "Tokyo Nights" gab. Somit haben diese Jungs aus England eigentlich im Namen schon alles gesagt: es gibt hier klassischsten Sound, der sich klar an den Größen Rock- und Metal-Szene orientiert: aus jeder Note atmet hier der Geist von AC/DC, der prä-schmalz-Scorpions, Thin Lizzy, Motörhead und nicht zuletzt auch der 70er-Kiss, als die noch musikalisch mächtig auf den Putz hauten.

Das Debut der Drachenbändiger wurde als die beste Erfindung seit geschnittenem Brot gefeiert - was nicht wundern kann, da die englische Presse Newcomer gerne abfeiert, bevor sie diese genüsslich in der Luft zerreißt (so geschehen bei The Darkness). So liegt die Messlatte für den Zweitling verdammt hoch, aber Steve Lomax (Gesang, Gitarre), Mal Bruk (Gesang, Gitarre), Mathias Stady (Bass) und Phil Martini (Schlagzeug) nehmen das Hindernis mit Bravour. Vom ersten Stück "On Your Marks" heißt es wirklich: auf die Plätze, fertig, los geht's. In jedem Song werden andere Hommagen ausgebracht - "Keeping The Wolf From Your Door" verneigt sich im Riff mal höchsttief vor "Let There Be Rock", bei den Harmonie-Gitarrenläufen und den Gesangslinien bei "If I Run You Run" scheint Phil Lynott selbst wieder unter uns zu weilen, "On Fuel" könnte so ziemlich jeder Motörhead-Song der Ace Of Spades-Ära sein, und das Drumintro zu "The Ballad Of Ballard" ist so direkt von "Run To The Hills" übernommen, dass Steve Harris demnächst wohl wegen Tantiemen anklopfen dürfte. Nicht zuletzt schauen auch immer wieder die musikalisch noch deutlich derberen Kiss der 70er Jahre in Gesang und Riffing vorbei ("Killing Everybody You Meet" - wenn das nicht original das Intro von "Cold Gin" ist, werf ich meinen Schminkkoffer weg). Diese netten Stilanlehnungen machen die Scheibe allerdings nicht langweilig, sondern ganz im Gegenteil zu einer farbigen Reise durch die wohl beste Dekade der klassischen Rockmusik.

Trotz oder gerade wegen der Zitate entwickeln die Songs alle einen eigenen, modernen Charme, der die besten Elemente der seligen Zeit gekonnt ins Hier und Jetzt bugsiert. Somit also eine wahre Fundgrube und somit wärmste Empfehlung für alle Freunde der klassischen Schule, die mit Nummern wie "Deuce" und "Strutter" groß geworden sind. Für mich zum Beispiel also.

Holgi

6 von 6 Punkten

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