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Lion's Share - Emotional Coma

Lion's Share - Emotional Coma
Stil: Heavy Metal
VÖ: 15. Juni 2007
Zeit: 50:06
Label: AFM Records
Homepage: www.lionsshare.org
MySpace: www.myspace.com/lionsshare

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Nicht nur, dass sich Lions Share geschlagene sechs Jahre Zeit gelassen haben um mit einem neuen Album aus dem Quark zu kommen, nein auch am Mikroständer hat sich etwas getan. Kein Geringerer als Patrik Johansson (Astral Doors, Wuthering Heights) lässt nun seine Stimmbänder vibrieren. Neben dem neuen Sänger ist auch noch Bassist Sampo Axelsson (Glenn Hughes) neu mit an Bord. Dazu gesellte sich im Studio Drummer Richard Evensand, der allerdings nicht zum festen Line-Up gehört.

Der personelle Wechsel hat sich auch ein bisschen im Gesamtsound niedergeschlagen, da es insgesamt, soviel sei schon mal verraten, sowohl eckiger und kantiger als auch düsterer und rauer durch die Boxen röhrt. Da macht der Verzicht auf das Keyboard schon eine Menge aus. Wenn man sich den Opener "Cult Of Denial" zu Gemüte führt bekommt man bereits beim Einstieg die volle metallische Keule in Form eines stampfenden Beats und eines sägenden Riffings ins Ohr geknallt. Das treibende "The Arsonist" wird von einer tollen Gesangsmelodie dominiert und könnte sich zu einem Liveknaller entwickeln. Beim Titelsong gibt Megadeth-Gitarrist Glen Drover ein kleines Stelldichein und die gesamte Mannschaft hat hier ein kleines Epos entwickelt, das an selige Black Sabbath- und Dio-Zeiten erinnert, was nicht nur an der abermals phänomenalen Stimme Patrik Johanssons liegt. Dabei ist dieser bedacht nicht nur mit seinem typischen Timbre die Songs zu singen, immer wieder setzt er auch cleane Vocals ein. Double-Bass-Gewitter ist bei "Clones Of Fate" angesagt, wer dabei still sitzen bleibt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. "The Edge Of The Razor" könnte sich auf Dauer gesehen zu einer Hymne mit Langzeitwirkung entwickeln. Übrigens legt hier Bruce Kulick (Ex-Kiss) einen kleinen Gastauftritt ab. Nicht ganz leicht verdauliche Kost ist hingegen "Toxication Rave", da es ein bisschen komplexer als die bis dato gehörten Songs klingt. Mehrere Pfund an Brett wurden in "Trafficking" (welch ein Songtitel) gepackt, da steppt der Metalbär auf dem Tisch, dass sich die Balken nur so biegen. "Bloodstained Soil" ist mit seinem stampfenden Groove schon weitaus beruhigender, wenn man das so überhaupt sagen kann. Ohrwurmgefahr ist hier ganz groß geschrieben. Auf die Glocke gibt es dann noch mal etwas mit "Soultaker" und dem (abermals) zukünftigen Liveknaller "Hatred's My Fuel". Als krönenden Abschluss gibt das Angel Witch-Cover "Sorcerers". Wenn das Original so genial ist wie diese Version hier, dann habe ich einiges nachzuholen. Denn das hier ist so dermaßen geil, dass es mir eine meterdicke Gänsehaut über den ganzen Körper zieht, und das im Sommer...

Wer Lions Share bereits abgeschrieben hat, der darf sich freuen. Emotional Coma tendiert zwar von den früheren und melodischeren Veröffentlichungen ab, aber das soll nicht über die musikalische Klasse der Schweden hinweg täuschen. Es braucht zwar den ein oder anderen Durchgang mehr, aber dafür sollten alle Leute, die mit Black Sabbath, Dio und Astral Doors mit ganz leichtem US-Metal der Marke Iced Earth etwas anfangen können, ihre hellste Freude daran haben. Der Sound könnte zwar ein bisschen besser sein, aber egal, gute Songs bleiben gute Songs. Am Besten gleich zur Erstauflage greifen, denn die ist mit Bonustrack und dem Videoclip zu "The Edge Of The Razor" ausgestattet.

Andi

5 von 6 Punkten

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