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Magnum - Princess Alice & The Broken Arrow

Magnum - Princess Alice & The Broken Arrow
Stil: Hard Rock
VÖ: 23. März 2007
Zeit: 62:38
Label: SPV
Homepage: www.magnumonline.co.uk

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Das nach dem 2004er Brand New Morning sehnlich erwartete dreizehnte Album der britischen Rock-Legende Magnum hört auf den etwas sperrigen Namen Princess Alice & The Broken Arrow. Man hat sich nach der Jubiläumstour des überschätzten Albums On A Storyteller's Night an alte Tugenden erinnert und für die optische Gestaltung der Prinzessin wieder das Genie Rodney Matthews als Covermaler engagiert. Aus seiner Feder stammt auch das neue knubbelige Logo, das die letzten minimalistisch gehaltenen Logos wieder ablöst. Aber auch musikalisch sollte es in die altbewährte Richtung gehen.

Das Album beginnt sehr stark mit "When We Were Younger", einem melodisch drängenden Stück mit jeder Menge Keyboards und Mitsingpotenzial - eine definitive Ergänzung der Live-Setlist. Das darauffolgende "Eyes Wide Open" ist ebenfalls ein sehr gutes Lied, weil es am ehesten von allen Albumtracks Magnum-typische Melodieführung und -arrangements hat. Die meisten weiteren Lieder sind schöne Melodic Rock-Songs, die jedoch nicht dieses typische Magnum-Gefühl versprühen. Ohne die charakteristische Stimme von Bob Catley könnte man ihnen kaum anhören, dass sie aus Tony Clarkins Feder stammen. Und das finde ich sehr schade.
"Like Brothers We Stand" ist kein Manowar-Cover, sondern die erste Ballade des Albums. Auch wieder viel Keyboard und ein kleines bisschen Magnum-Riffing und -Chöre, trotzdem sehr glatt. Das Lied verflacht weiter hinten etwas. "Out Of The Shadows" setzt sich im genau gleichen Tempo fort - überhaupt unterscheiden sich viele Lieder kaum im Tempo. Dies sorgt dafür, dass man ziemlich aufpassen muss, damit das Album nicht an einem vorbeirauscht. "Dragons Are Real" gefällt mir gar nicht - und das trotz des Titels! -; es ist einfach nur ein Standard-Lied. Ein Beispiel für "hört sich nicht an wie Magnum". Vor allem der Instrumental-/Chorteil im hinteren Teil des Liedes, gruslig. Danach folgt mit "Inside Your Head" eine Ballade mit anfänglicher Klavierbegleitung - erinnert mich teilweise frappierend an "Stop Me From Lovin' You" vom Hard Rain-Album. Ansonsten ziemlich uninspiriert. "Be Strong" zieht das Tempo danach Gott sei Dank wieder ein bisschen an und hat auch den Magnum-Groove wieder drin. Ein in bester Tradition altmodisches Lied. "Thank You For The Day" nimmt das Tempo wieder auf Albumdurchschnitt zurück. Ganz nett. Selbiges gilt für das flottere "Your Lies". "Desperate Times" klingt, als hätte man einige Magnum-Stücke in einen Mixer gegeben und ein paar Rock-Standard-Teile daruntergemischt. "You'll Never Sleep" beschließt das Album mit einer völligen Abwesenheit von Magnum-typischen Elementen. Könnte genauso gut von Gary Hughes sein, das Ding.

Insgesamt ist Princess Alice & The Broken Arrow ein sehr, sehr glattes Album geworden, ohne viel Ecken und Kanten. Für mich ist es schon eine Enttäuschung, so viele Lieder auf einem Magnum-Album zu finden, die - bis auf die Stimme - einfach nicht nach Magnum klingen. Diese ganz besonderen Momente, die jede Magnum-Platte bisher unvergleichlich gemacht haben, sind arg selten vertreten. Princess Alice & The Broken Arrow ist ein gutes Melodic Rock Album. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. Kein Vergleich mit Wings Of Heaven oder auch Brand New Morning.

Der limitierten Erstauflage des Albums liegt noch eine DVD mit einer Dreiviertelstunde Bonusmaterial bei. Darauf enthalten: Making Of, Einzelinterviews, Aufnahmevideo von "Dragons Are Real" und exklusive Bilder.

Kara

3 von 6 Punkten

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