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Moonlight Agony - Silent Waters

Moonlight Agony - Silent Waters
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 23. März 2007
Zeit: 44:48
Label: Dockyard1
Homepage: www.moonlightagony.com

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2004 überraschten Moonlight Agony mit ihrem Debüt Echoes Of A Nightmare die bangende Zunft. Kraftvoller Powermetal mit progressiven Einflüssen erfreute das Ohr und ließ so manchen Mensch erfreut mit der Zunge schnalzen. Knapp zweieinhalb Jahre später folgt nun das zweite Lebenszeichen der Herren aus dem hohen Norden und man darf gespannt sein, ob sie mit Silent Waters einen Schritt weg vom Geheimtip zur festen Szenegröße machen können.

Mit neuem Sänger und Label im Rücken ist die musikalische Ausrichtung anno 2007 etwas weniger bombastisch, dafür progressiver ausgefallen. Dies vermittelt schon der Opener "Leaving Solitude" sehr gut: schön arrangiert, mit zahlreichen Breaks und Tempowechseln versehen, erinnert der Song entfernt an Dream Theater und weiß auf Anhieb zu gefallen. Die nachfolgenden Tracks "You Betrayed Me" und "Soulless" erscheinen ob des angezogenen Tempos auf den ersten Blick dagegen mehr Power Metal-lastig, warten aber mit vielen kleinen Verspieltheiten sowie Überraschungen auf, wodurch die Songs auch nach dem dreiundzwölfzigsten Durchlauf noch interessant bleiben. Positiv fällt auf, dass der neue Mann am Mikro, David Akesson, nicht krampfhaft versucht in den hohen Tonlagen zu wildern, sondern seine Stimme eher rau und dreckig klingen lässt, was der Stimmung in den Songs durchweg gut tut.

Generell bewegen sich die Songs schön im gehobenen Midtempo. Gelegentliche Geschwindigkeitsschübe und Doublebass Drumming (wie zu Beginn von "Through The Desert Storm") bleiben die Ausnahme, lockern das Material aber immer wieder auf. Erwähnenswert sind noch "The Dark Era", dessen genialer Refrain vor allem live für Gänsehaut sorgen dürfte, sowie der Schlusspunkt "Solemn Waters", den man als Blaupause für jeden Symphonic Progressive Power Metal Track verwenden könnte - auch der Einsatz des allseits beliebten Tasteninstrumentes wirkt hier trotz stetiger Präsenz nie übertrieben.

Bleibt unterm Strich ein Album, das zwar nicht durch außergewöhnliches Songwriting oder absolut neuartige Arrangements auffällt, welches dafür aber durch die vielfach eingebundenen Spielereien und den Spielwitz auch über längere Zeit zu begeistern weiß.

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5 von 6 Punkten

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