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Saxon - The Inner Sanctum

Saxon - The Inner Sanctum
Stil: Heavy Metal
VÖ: 02. März 2007
Zeit: 44:37
Label: Steamhammer
Homepage: www.saxon747.com
MySpace: www.myspace.com/planetsaxon

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Jawohl, da ist sie endlich! The Inner Sanctum ist das neueste Werk aus der Stahlschmiede um das Gitarrenduo Quinn und Scarratt. Geiles Klischeecover mit einem Kreuz, das jeder Sabbath-Fan von Headless Cross kennt und sich auf Patches, T-Shirts, Poster und Flaggen sicherlich sehr eindrucksvoll macht. Neues Kraftfutter für die Ü35-Fraktion unter den True Metal-Bangern. Laut der Konzertbesucherzahlen und Scheibenverkäufe scheint es diese treue Spezies immer noch zu geben, die ihren Helden auf dem Weg ins metallische Paradies auf Gedeih und Verderb folgt.

"State Of Grace" ist ein altbewährter Opener, der alle lieb gewonnenen Trademarks der Angelsachsen aufbietet. Tighte Rhythmussektion, in der Nigel Glockler wieder die Kessel zum Kochen bringt, und absolut zielsicheres Riffing mit einem herrlichen Gespür für Strophe, Refrain und Soloteil. Biff Byford singt etwas tiefer und verleiht den Tracks damit mehr Mystik und Tiefgang.
Klassisch das nachfolgende "Need For Speed". Ohrwurmriff, treibendes Tempo, Biff quält die hohen Töne seiner Stimmbänder und beweist damit, dass das auch noch im Hier und Jetzt kein Problem für den sympathischen Sänger ist. "Let Me Feel Your Power" bestätigt diesen Eindruck nochmals nachhaltig. Mit "Red Star Falling" kommen die Jungs zum ersten Ruhepol der Scheibe, verhalten der Beginn, fett und drückend der weitere Verlauf. Macht sich sicher gut auf den Bühnenbrettern dieser Welt. "Going Nowhere Fast" hat was von einem australischem Riffrock-Feeling. Das erfreut das old school-Rockerherz und schlägt dazu parallel im Takt der Musik. Altbacken und doch irgendwie frisch und ungehobelt, mit Ecken und Kanten. Gerade die meist offen gespielte Hi-Hat zischt immer wieder fein durch die Hörmuscheln. In den Texten verweist uns Biff öfters auf alte Hits, so kommt da ein "Thunder", "Beast" oder "Never Surrender".
Das abschließende achtminütige "Atila The Hun" mit kurzem Intro namens "Empire Rising" bringt das Saxon-Credo in seiner ganzen Vielfalt zum Vorschein. Treibend und doch ruhig, ruppig und doch zart, wieder mit exzellenter Gitarrenarbeit und der famosen einzigartigen Stimme vom graumelierten Biff. Sehr stark und ein viel zu frühes Ende einer perfekt produzierten Platte. Wer zur limitierten Ausgabe der Scheibe greift, bekommt für wenig Aufpreis eine ca. 50-minütige Bonus-DVD mit Livesongs und Hintergrundinfos zur letzten "A Night Out With The Boys"-Konzertreise spendiert.

2007 wird das ultimative Heavy Metal-Jahr, das ist jetzt schon sicher wie das Amen in der Kirche, die drei Euro im Phrasenschwein oder der abermalige Nichtwiederaufstieg meiner Löwen. Auch wenn Maiden die klassische Metalband sind, auf die sich jede und jeder einigen kann, die Priester aus Birmingham als Erfinder des klassischen Spandexhosen-Metal gelten, so zählen Saxon neben Motörhead für mich zu den Bands aus dem Vereinigten Königreich, die qualitativ keineswegs schlechter sind und konsequent fanfreundlich für bodenständige Rock'n'Roll-Attitüde stehen und nicht wie oben genannte Bands als kalkulierende Geschäftsmänner in Metalverkleidung wirken. Freuen wir uns auf die Tour im März und April durch deutsche Lande.

Siebi

5 von 6 Punkten

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