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Hearse - In These Veins

Hearse - In These Veins
Stil: Death Metal
VÖ: 02. Februar 2007
Zeit: 38:30
Label: Dental Records
Homepage: www.hearse.se
MySpace: www.myspace.com/hearse

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Wos hamma denn do im Pläya? Sind sie es wirklich? Ungläubig reibe ich mir meine Äuglein und schau zum wiederholten Male auf den vor mir liegenden Infoletter. Sie sind es wirklich! Die Rede ist von Hearse, der schwedischen Krachcombo um Ex-Arch Enemy-Brüllrülpser Johan Liiva. Jene Hearse, die mich mit ihren bisherigen Alben nicht unbedingt vom Hocker gehauen haben. Blind und ohne Info wäre ich nie und nimmer auf diese Jungs gekommen, denn hier geht sprichwörtlich die Post und der Punk ab.

Old school Death Metal-Riffs mit einem ordentlichen Tritt in die Fresse, melodischen Soli und einer Prügelproduktion, in der die Rhythmusklampfen so fett braten, dass meine Lauschlappen triefen. Schon der Opener "House Of Love" metzelt alles platt, was sich nur irgendwie in den Weg zu stellen versucht. Wenn solche Mucke im Haus der Liebe gespielt wird, melde ich mich schon mal für ein Dauer-Separee im Puff des Vertrauens an. Meine Fresse, was für ein Hammerteil. Vor allem die punkige Grundausrichtung mit den tief schneidenden Riffs und der brachialen Dampfhammerstimme Johans beeindrucken mit jedem Durchgang mehr. Dass am Ende von "Corroding Armour" das Ace Frehley-Solo von der Liveversion des Songs "She" der vier New Yorker Maskenmänner Kiss (nachzuhören auf Alive!, 1975) erklingt, gibt natürlich einen weiteren Schlüpferfeuchtigkeitspunkt. Hach, Ace Frehley, Held meiner Jugend. Zurück zu Hearse. "Intoxication" glänzt mit Crustcore-Ausflügen und könnte auch von den Landsmännern Skitsystem stammen. "Naked Truth" erinnert bei näherem Hinhören in Sound und Attitüde an das Dan Swanö-Projekt Infestdead. Kommt anscheinend nicht von ungefähr, da Mr. Swanö seinen Allerwertesten auf dem Produzentensessel sitzen hat. Die Produktion ist 1A, hammerfett und blutig roh wie ein frisch dampfendes Halsgrat. So muss es tönen! "Among The Forlorn" entwickelt sich gleich bei der ersten Einfuhr zum Ohrenschmaus, teils doomige Passagen bringen Frische und Abwechslung ins Spiel. Das Instrumental "Hearse" kommt düster und fies in die Lauschmuscheln und bietet das Intro zum rotzpunkigen Titelstück mit Sprechgesang und melodischen Gitarrenharmonien.

Nach Stigmata von Arch Enemy, als diese noch gut waren und keine modische Melodeathtrendhipkacke, ist In These Veins das zweite oberamtliche Referenzwerk des schwedischen Brüllbarden und ein erster Anwärter auf meine diesjährigen Top 20. Was für eine Überraschung und eine 1000-prozentige Steigerung, die ich den Schweden in dieser Form nicht mehr zugetraut hätte!!!

Siebi

6 von 6 Punkten

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