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Sacred Steel - Hammer Of Destruction

Sacred Steel - Hammer Of Destruction
Stil: Heavy Metal
VÖ: 10. November 2006
Zeit: 48:15
Label: Massacre Records
Homepage: www.sacredsteel.de

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Der Hammer der Zerstörung schlägt in elf Runden erbarmungslos zu und hat nichts mit dem Gemächt von Schmier, Sänger und Bassist der Thrashkings Destruction, zu tun. Soviel zum Verständnis. Es gibt wohl nicht all zu viele True Metal Bands, die jedes Metalklischee derartig voll ausleben und zur Schau stellen wie der Schwabenfünfer um Frontmann Gerrit P. Mutz. Höre ich da zart gesampelte "Manowar"-Sprechchöre?!? Haha, kurz gelacht, das ist seit den 90ern keine Metalband mehr und gilt landläufig als durchschnittliche geldgeile Comedytruppe mit einem, das muss ich zugeben, absolut begnadeten Stimmbandakrobaten. Die Rede hier ist von einer musizierenden Metalband. Also weiter im Text.

Sacred Steel heißt jene Kapelle und für die gibt es anscheinend nur zwei Attribute. Entweder man liebt oder hasst sie. Da ich zu den Liebenden gehöre und auch das dünne Stimmchen von Meister Mutz nicht schädlicher als das aktuelle Gekrächze von Rob "Teleprompter-God" Halford finde, widmen wir uns der gebotenen Mucke. Die bietet für jeden Nieten bepflockten Stahlkesselfreund die treumetallische Gourmetplatte, nach der er lechzt. Gerade weil sie metallisch und riffvoll mundet und von Altküchenmeister Harris Johns perfekt abgeschmeckt und dargereicht wird.

Nach dem Abgang der Ur-Axemen Jörg M. Knittel und Oliver Grosshans (beide My Darkest Hate) stand man kurz vor dem Aus, fand aber in Jonas Khalil an der Gitarre und Kai Schindelar am Bass geeigneten Ersatz. Der bisherige Basser Jens Sonnenberg ergriff die zweite Axt und mit diesem Line-Up nahm man den vorliegenden Hammer auf. Die Death Metal Grunts und tiefer gelegten Sounds wurden nahezu auf ein absolutes Minimum zurück gefahren. Man besinnt sich 2006 wieder auf die eigenen Wurzeln und schippert beim Songwriting klar wie Kloßbrühe im Fahrwasser der Altwerke Wargods Of Metal und Bloodlust.
Nach kurzem Vinylknistern legen die Stahlkocher mit dem Titeltrack furios los, geile fette Riffs in wummernden rohen Sound gebettet bringen das Blut locker flockig auf Temperatur. Einwandfreies Nackenmuskulaturtraining in Reinkultur und ohne Schnörkel gezockt. Weitere Bangtipps sind schwer auszumachen, da alle Stücke das Köpferl mächtig kreisen lassen. Stellvertretend hervorzuheben seien das schnelle "Plague Of Terror", die mit "Alison Hell"-Intro beginnende Langlaufhymne "Black Church" und die starke Jagdpanzerverbeugung "Generally Hostile". Extremstes "Schädelspalting" ist angesagt.

Wer seinen Metal klassisch rau und räudig ohne Firlefanz und Triggergeklicker mag, hat hier seinen Spaß und kniet mit jedem Umlauf ein Stück tiefer im Teppich vor den Speakern, die vom Rock "weggeblowt" werden. Den vorliegenden musikalischen Hammer gibt es auch als edle DINA4-Box inklusive zusätzlicher CD mit raren Sampler- und Splitsinglebeiträgen, Stickers, Postern und weiterem Schnickschnack. Treumetaller wissen was zu tun ist.

Siebi

5 von 6 Punkten

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