6 Headbänga online
01.12.2021 Batushka
01.12.2021 Igorrr
01.12.2021 Skywalker
01.12.2021 Sonata Arctica
02.12.2021 No Fun At All & Satanic Surfers
02.12.2021 U.D.O.
Reviews (10284)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Unsoul

Interview:
Rapture

Live-Bericht:
Gamma Ray

Video:
Kamelot
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Kreator kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Kreator - 2 Originals (Cause For Conflict & Outcast)

Kreator - 2 Originals (Cause For Conflict & Outcast)
Stil: Thrash Metal
VÖ: 06. Dezember 2006
Zeit: Cause for Conflict 47:17 - Outcast 47:12
Label: Gun Records
Homepage: www.kreator-terrorzone.de

buy, mail, print

Cause for Conflict
Wenn man wie Motörhead 31 Jahre konsequent konservativ im positiven Sinne bleibt, wird man im Laufe der Karriere drei Mal zur Avantgarde erklärt. Oder: Man veröffentlicht acht Jahre zu spät und elf Jahre zu früh ein musikalisch stimmiges Stück Trash-Metal wie Kreator. Die Plattenfirma roch wohl, dass es derzeit einige junge aufstrebende Bands wie Trivium gibt, die in die gleiche musikalische Kerbe wie Kreator schlagen. Warum also nicht mit einer, für 1995 am Markt vorbei veröffentlichten, Platte im Jahre 2006 noch einmal Kohle verdienen? Dass Cause For Conflict nichts anderes als eine um ein Slayer-Gerippe aus einem bellenden, monotonen Gesang, konfusem Gitarrengequietsche als Soli, präzisem Drumming und tighten Breaks, gebastelte Platte ist. Nicht geklont, sonst wäre es eine glatte Kopie und die Platte hätte einen oder mehrere Hits, die dem Hörer im Kopf bleiben würden. Das macht den Unterschied zu Slayer aus. Trotz aller Brutalität haben Slayer mit ihrem traditionellen Songwriting noch die Muße für den einen oder anderen schmissigen Refrain über Tod, Verwesung und Verderb. Diese Refrains fehlen Kreator auch auf dieser Platte völlig, deswegen habe ich 1987, nach der Pleasure For Kill aufgehört, Kreator cool zu finden. Was nicht heißt, dass Cause For Conflict eine schlechte Platte ist. Nein, sie kommt aus einem Guss als knapp 40-minütiger Song und einer Mischung aus Lamborghini und Panzer daher, wälzt nieder, nimmt keine Gefangenen und ist ganz links auf der Überholspur. Nur von der unangenehmen Art: angeberisch mit aufgeblendeten Scheinwerfer.

Outcast
Zwei Jahre später scheint dieser vernichtenden Maschine ein Zuviel an Ideen eher zu schaden. Die Atmosphäre ist düster, könnte fast der Soundtrack für den vierten Teil von "The Crow" sein. Ähnlich wie Slayer, die nach Reign In Blood South Of Heaven veröffentlicht haben, um nur noch mit dem Panzer durch die Gegend zu wüten. Leider wagten sich auch Kreator mit einem unzulänglichen Gerät in unzugängliches Gebiet; simples Riffing, simple Beats, fast schon Rockmusik. Die Platte versinkt aufgrund ihrer sich selbst auferlegten Einfachheit in Belanglosigkeit. Aus diesem Brei ragt einzig „Against the Rest“ heraus. Für Gothic ist Milles Gesang zu dreckig, für Metal ist es mit zu viel Düsternis und Atmosphäre vollgepumpt. Wieso machen Kreator solche Experimente? Sie wollen nicht 30 Jahre die gleiche Musik machen. Womit haben sie Erfolg? Mit den traditionellen Speed- und Trash-Granaten. Warum sind Motörhead genial? Weil sie keine Experimente machen und weil die Songs ein über 31 Jahre konstantes Timing und ein Ziel haben: Den an sich konservativen Metal-Fan das geben, was er mit Kreator, Slayer oder Motörhead verbindet. Und das mussten Kreator eben erst nach dieser Scheibe erfahren.

Reina+Ripsi

3 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de