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To Die For - Wounds Wide Open

To Die For - Wounds Wide Open
Stil: Gothic Rock
VÖ: 20. Oktober 2006
Zeit: 40:49
Label: Spinefarm Records
Homepage: www.todieforlove.com

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Als Jape Perätalo 2003 To Die For den Rücken kehrte und mit Tiaga einen Neuanfang wagte, sahen viele das Ende der finnischen Gothic Metal Band gekommen. Doch wie das Schicksal oft so spielt, kam alles ganz anders. Kurzerhand entschloss er sich den alten Bandnamen selbst zu registrieren, aus Tiaga wurde To Die For und IV ward im Kasten. Anno 2006 geht es nun in die nächste Runde. Wounds Wide Open heißt das neue Werk, welches uns erneut mitnimmt auf eine Reise in die melancholische finnische Welt.

Diese Reise ist über weite Strecken recht unterhaltsam geworden. Die zehn Lieder (plus eine Coverversion von Ozzys "(I Just) Want You") rocken ausnahmslos recht amtlich vor sich hin. Die Gitarren kommen durch einen vollen, fast schon bombastischen Klang sehr schön zur Geltung, wodurch nicht nur die rifforientierten Passagen sondern auch die akustischen Zwischenspiele einiges an Ausdruckskraft gewinnen. Gleiches gilt für die Rhythmusfraktion, die den Songs jederzeit den passenden Vortrieb verpasst und an den richtigen Stellen das Tempo gekonnt drosselt. Im Vergleich zu älteren Scheiben wurden die Keyboardmelodien auf Wounds Wide Open etwas zurückgenommen, tragen aber gerade dadurch wieder verstärkt zur Atmosphäre der Songs bei.

Und damit wären wir dann auch beim alles entscheidenden Punkt: Atmosphäre. Denn was helfen im Gothic Metal versierte Musiker wenn keine richtige Stimmung aufkommen will? Nun, direkt daran hängt es hier nicht. Die getragenen, melancholischen und leicht pathetischen Songs sind sehr stimmungsvoll gehalten und hinterlassen beim Hörer von todtraurig bis bittersüß entzückt alle vorstellbaren Gefühlslagen. Typisch finnisch möchte man fast sagen. Das Problem dabei ist, dass man es nicht schafft etwas wirklich Neues zu schaffen und sich aus der Masse des Marktes hervorzuheben. So geht der Großteil der Kompositionen - so nett sie auch anzuhören sind - durch die Ohrmuschel, ohne sich dauerhaft festsetzen zu können. Einzig der Opener "Wicked Circle" mit seinem bombastischen Refrain, "Like Never Before", bei dem man einfach nicht ruhig sitzen bleiben kann und "Liquid Lies", das durch die weibliche Gastsängerin eine eigene Note erhält, wissen auch dauerhaft zu überzeugen.

So bleibt letztlich eine solide Gothic Metal/Rock CD, die sich im oberen Mittelfeld platzieren kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

JR

4 von 6 Punkten

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