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Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium

Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium
Stil: Alternative/Crossover
VÖ: 09. Mai 2006
Zeit: CD1 62:37 - CD2 62:37
Label: Warner Bros Records
Homepage: www.redhotchilipeppers.com

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Das haben wir natürlich besonders gern, vier lange Jahre ließen uns die Red Hot Chili Peppers mit By The Way allein, mal von der Greatest Hits Zusammenstellung abgesehen und dann wird dann gleich mal ein Doppelalbum veröffentlicht, das eine Gesamtspielzeit von zwei Stunden übersteigt. Ein gefährliches Unterfangen, denn wie man die vier Amerikaner kennt war die Hitdichte bei ihren Alben recht groß mit ein paar kleineren Ausrutschern und das gerade mal bei circa der Hälfte der Zeit. Okay, also angeschnallt und hinauf in die Umlaufbahn.

Stadium Arcadium heißt der Doppeldecker und besteht aus "Jupiter" (CD Eins) und "Mars" (CD Zwei), auf denen sich insgesamt 28 Songs befinden. Wenn man die Peppers kennt, dann geben sie sich nicht damit zufrieden sich stur in eine Richtung zu bewegen. Sie haben schon immer eine Verbindung zwischen Pop, Rock, Rap, Funk und ja auch jazzigen Passagen geschlagen und haben dabei nicht vergessen eingängige Melodien und prägnante Gesangslinien zu schaffen. Und auch bei ihrer aktuellen Veröffentlichung bleiben sie sich treu. Das groovende und mit einem coolen Solo ausgestattete "Dani California" vom Jupiter Teil sollte hinlänglich schon aus Radio und TV bekannt sein, aber das ist bei weitem nicht der stärkste Track auf der ersten CD. Nein, da gibt es noch das swingende und zum Mitsingen prädestinierte "Snow", die funkigen "Hump De Bump" und "She's Only 18" (hätten genauso gut auf Blood Sugar Sex Magik stehen können), das melancholische "Strip My Mind", die megaeingängige Stadionhymne "Especially In Michigan", das relaxte "Wet Sand" und das beruhigende "Hey", welches die erste CD dann schließlich abschließt. Was mit den anderen Tracks ist? Nun ja, "Charlie", der Titeltrack, "Slow Cheetah", "Torture Me", "Warlocks" und "C'mon Girl" klingen als ob Californication auf By The Way trifft. Zwar nicht herausragend aber immer noch sehr gut und mehr als nur Füllmaterial! Die erste CD hat die Messlatte schon mal verdammt hoch gelegt, mal sehen ob man mit Mars in ähnlichen Sphären schwebt.

Das ruhige "Desecration Smile" eröffnet zwar keine neue Welt, aber zumindest schon mal sehr solide den zweiten Teil von Stadium Arcadium. Bei "Tell Me Baby" schaut's da schon ganz anders aus, da sollte man keinen Kaffee benötigen um mitzuzappeln. Sehr eingängig, funkig und definitiv eines der Highlights der zweiten CD. "Hard To Concentrate" ist leicht abfallend ohne wirklich schlecht zu sein aber leider, und da ist wohl der Name Programm, fehlt diesem Lied der Ausdruck. "21st Century" ist dann wieder Funk Rock vom Feinsten während "She Looks To Me" optimale Radiokost ist. Bei "Readymade" wird dann Funk mit Heavy Rock gekoppelt um beim anschließenden "If" ganz ohne Drums auszukommen, ein kurzes aber schönes ruhiges Stück. "Make You Feel Better" führt wirklich dazu was der Titel ausdrückt, wobei "Animal Bar" mehr Durchläufe braucht um zu zünden. Kein einfacher Track, mehrmals hören! Dann packen die feurig scharfen Chilischoten aber noch mal ein weiteres Highlight aus ihrem Sammelsurium: "So Much I", der wohl schnellste und auch einer der abwechslungsreichsten Tracks auf Stadium Arcadium. Für "Storm In A Teacup", "We Believe", "Turn It Again" und "Death Of A Martian" gilt Ähnliches wie bei CD Eins: keine wirklichen Highlights, aber gut bis sehr gut. Fazit zweite CD: der Mars ist nicht ganz so groß(artig) wie der Jupiter.

Insgesamt gesehen ist Stadium Arcadium ein sehr gutes Album geworden, das zwar auch Red Hot Chili Peppers Stangenware beinhaltet aber man darf nicht vergessen, das was sie machen, machen sie verdammt gut. John Frusciante hat seine jahrelange Drogenabhängigkeit ganz offensichtlich sehr gut überstanden, denn gerade der Gitarrensound zeichnet sich durch technische Finessen aus, dass es eine Freude ist ihm zuzuhören, seine spielerischen Fähigkeiten grenzen schon ziemlich knapp an genial. Chad Smith bildet mit seinem präzisen und variablen Drumming das perfekte Rückgrat, Anthony Kiedis macht seinen Job als Sänger ebenfalls sehr gut und über Bassist Flea Worte zu verlieren ist wie Kuckucksuhren in die Schweiz zu tragen. Produktion und Aufmachung sind auch im oberen Bereich anzusiedeln. Operation Doppelalbum ist deshalb mehr als gelungen und somit muss für Stadium Arcadium der Daumen ganz klar nach oben zeigen.

Andi

5 von 6 Punkten

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