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Cannibal Corpse - The Wretched Spawn

Cannibal Corpse - The Wretched Spawn
Stil: Death Metal
VÖ: 08. März 2004
Zeit: 44:30
Label: Metal Blade
Homepage: www.cannibalcorpse.net
MySpace: www.myspace.com/cannibalcorpse

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Also eines muss man Cannibal Corpse wirklich lassen: sie kommen einfach nicht aus der Form. Obwohl sie seit kurzem auch offiziell den Titel der erfolgreichsten Death Metal-Kapelle des Erdenrunds innehaben, ruhen sie sich nicht auf ihren alten Glanztaten aus, im Gegenteil: verglichen mit dem letzten Album "Gore Obsessed" (die nicht grade glorreiche Worm Infested EP lasse ich mal aussen vor) ist diese Scheibe hier nochmal ein riesen Schritt nach vorn.

Oder besser gesagt nach hinten, zurück in die ruhmreiche Bleeding-Zeit. War der Vorgänger mehr oder weniger nur eine konsequente Weiterführung des schon mit "Vile" eingeschlagenen, frickeligen Wegs, besinnt man sich auf "The Wretched Spawn" wieder mehr auf die Eingängigkeit der früheren Werke zurück. Wer mir nicht glaubt, der pfeift sich einfach den Opener "Severed Head Stoning" rein und staunt ob des dargebotenen Gemetzels. Es braucht bei Corpse anno 2004 keine x Anläufe mehr, um alle Takt- und Tempowechsel vollkommen nachvollziehen zu können. Was natürlich nicht heissen soll, dass sie spontan auf billigen 3-Akkord-Rock umgestiegen sind, sondern vielmehr ihre Songs in ein bangbareres Format bringen, also auch mal einen Takt (ein bisschen) länger als 15 Sekunden halten. Innovation ist nicht immer nötig. So präsentieren sich die 13 Lieder als eine Symbiose aus bloodthirstschem Technikgefrickel und Bleeding-artiger Eingängigkeit. Das Ergebnis ist, wie könnte es anders sein, absolut verheerend. Die beste Corpse seit langem. Ende der Diskussion. Vor allem das bereits angesprochene "Severed Head Stoning", "Nothing Left to Mutilate", "Blunt Force Castration" und der abartige Rausschmeisser "They Deserve To Die", das mit dem Corpsegrinder-Rekordschrei und einem mörderischem Groove am Ende brilliert, beherrschen die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Eier zu treffen. Das Resultat bei mir: ein breites Grinsen trotz völlig zerfetzter Lenden. Seltsam, denkt ihr? Bei diesem Hammeralbum absolut normal. Die sehr gute Produktion ist der von "Gore Obsessed" sehr ähnlich, was aber angesichts der Tatsache, dass man wieder auf den selben Produzenten (Neil Kernon) als auch auf dasselbe Studio zurückgegriffen hat, nicht weiter verwundert.

Kritikpunkte bleiben trotz aller Euphorie dennoch: der obligatoriche langsame Track, diesmal "Festering In The Crypt" betitelt, bleibt qualitativ hinter Meisterwerken ala "Gallery Of Suicide" oder "When Death Replaces Life" zurück. Der Spannungsbogen fehlt schlicht und ergreifend. Und die deutsche Version des Covers ist die lahmste Kacke, die jemals ein Cannibal Corpse Album "zieren" durfte. Wirklich übel, wenn man sich im direkten Vergleich das geile Original-Artwork ansieht. Schlimm. In der Tat "Nothing Left To Mutilate".

Aber auch diese kleinen, nennen wir sie mal Kunstfehler können diesem Ungetüm von einem Album nichts anhaben. Genausowenig wie die Metal Blade-Piepser, die alle Daumen lang auf meiner Promo zu hören sind. Wer "The Wretched Spawn" nicht kauft, ist echt selbst Schuld, zumal die Erstpressung der Europa-Version noch zusätlich mit einer 45-Minütigen DVD mit Studioaufnahmen daherkommt. Ein eindeutiger Kaufbefehl für alle Fans!

Erinc

6 von 6 Punkten

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