10 Headbänga online
01.12.2021 Batushka
01.12.2021 Igorrr
01.12.2021 Skywalker
01.12.2021 Sonata Arctica
02.12.2021 No Fun At All & Satanic Surfers
02.12.2021 U.D.O.
Reviews (10284)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Unsoul

Interview:
Rapture

Live-Bericht:
Gamma Ray

Video:
Kamelot
RSS RSS
Atom Atom
 

Review

CDs von Krisiun kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Krisiun - AssassiNation

Krisiun - AssassiNation
Stil: Death Metal
VÖ: 24. Februar 2006
Zeit: 46:29
Label: Century Media
Homepage: www.krisiun.com.br

buy, mail, print

Würde man das neue Werk der Brasilianer Krisiun mit einer Waffe vergleichen, käme man schnell auf den Vergleich mit einer gewaltigen, hirnzerknitschenden Axt.
Eine besseres Bild kann man für das Nachfolgeralbum der 2004er Veröffentlichung Bloodshed kaum finden - brachialster, absolut kompromissloser und urwüchsiger Death Metal, der mit einem gewissen Schuss Technik und Finesse garniert richtig Spaß macht. AssassiNation macht seinem Namen alle Ehre und drischt bereits beim furiosen Eröffnungssong "Bloodcraft" dem Hörer ordentlich auf's Haupt. Im Vergleich zu den Vorgängern manifestiert sich schnell der Eindruck, dass die Soli dieses mal etwas weniger im Vordergrund stehen als sonst; das verleiht dem Album mehr Ausgewogenheit. Wie gewohnt hagelt es Stakkatoriffs, Blastbeats und Soloeinlagen en Masse, und wirkt trotzdem gleichzeitig musikalisch gereifter. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Krisiun vom Pfad des Hochgeschwindigkeits-Knüppel-Metal abgekommen seien, im Gegenteil: Geschwindigkeitfanatiker bekommen hier eine Dampfwalze serviert, die jedem Musikfreund der härteren Gangart ein entzücktes Grinsen auf's Gesicht zaubert.
Einen Song hervorzuheben fällt schwer, da sich die Scheibe generell auf hohem Niveau bewegt. Gleichzeitig stört es mich etwas, dass man angesichts dieses musikalischen Gewittersturms kaum Zeit zum Verschnaufen hat, was meines Erachtens auf lange Sicht die Gefahr der Abnutzung birgt. Über allem thront Alex' tiefes und aggressives Gegrunze, das so dermaßen bösartig klingt, dass man meinen könnte er käme gleich aus der Anlage gesprungen. Das Songwriting betreffend hätte ich es persönlich besser gefunden, das ein oder andere langsamere Stück einzuflechten, um mehr Variation zu erzeugen. So ist es selbst nach mehreren Durchläufen schwer, sich wirklich an ein Lied zu erinnern.

Fans des extremen Death Metal der alten Schule dürften mit AssassiNation garantiert keinen Fehlkauf tätigen, Leser die lieber die ein oder andere Melodie in ihrer Musik haben, sollten lieber eine Hörprobe riskieren. Kompromisslos, ultrabrutal und zweifellos hochklassig, doch ebenso eindeutig Geschmackssache.

Robert

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews

© www.heavyhardes.de