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The Heretic - Gospel Songs In E Minor

The Heretic - Gospel Songs In E Minor
Stil: Symphonic Black Death Metal
VÖ: 15. Oktober 2005
Zeit: 44:55
Label: Xtreem Music
Homepage: www.thehereticband.com

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Die Geschichten von The Heretic beginnt bereits 1996, als Chisphoval (dr.), Rhülk (voc.), Lux (git.) und Carlo V (git.) die Death Metal Formation Execror gründeten, die später dann in The Heretic umbenannt wurde. Mit Nexusseis und Alasthor an Keyboard und Bass fanden die Iberer weitere Mitstreiter und spielten 1998 die MCD The Book Of Faith ein. Ohne Alasthor brachte man 1999 das Debüt Fallen From Heaven unter's willige Volk und mit dem neuen Gitarristen Phaernan fünf Jahre später den Nachfolger Chemistry For The Soul, nachdem Lux im Jahre 2000 die Band verlassen hatte. Gospel Songs In E Minor ist nun das erste Album, das die Spanier unter dem Banner von Xtreem Music eingespielt haben.

Gospel Songs In E Minor wird mit dem sehr düsteren Intro "Sunday Morning, The 13th" eingeläutet, das eine gruselige Stimmung erzeugt und auf ein gschmackiges Black Metal Inferno hoffen lässt. Doch die ersten Töne des anschließenden "Chimera" schlagen in eine völlig andere Richtung und stoßen den Hörer erstmal vor den Kopf. Kein Black Metal, sondern fast schon Power Metal mäßiges Riffing schallt einem da entgegen. Zudem fallen zwei weitere Sachen auf: Erstens schreiben die Spanier keine einfachen Songs, sondern sie zerlegen ihre Lieder mit vielen Breaks, was sehr anstrengend sein kann und oft auch ist. Zweitens ist "Chimera" ein denkbar ungünstiger Opener, denn hier ist beim Mischen definitiv was schief gelaufen, da der Black-metallische Gesang von Rhülk sehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Auch die cleanen epischen an Orphanage erinnernden Gesänge sind hier eher suboptimal in Szene gesetzt. Beim restlichen Material kommen die Vocals geringfügig besser zur Geltung, stehen aber insgesamt zu weit im Hintergrund.
"Did I Say Why I Hate You" wartet dann mit einem spacigen Keyboardsound auf, der mit dem gleichzeitig eingesetzten epischen Gesang nicht so recht harmonieren will. Klingt ungewöhnlich und ich könnte mir vorstellen, dass hier die klassischen Streichersounds besser klingen würden. Bei "Today" darf dann die Gitarrenfraktion zeigen, was sie drauf hat, denn hier gibt es einige leckere Leads zu hören. Allerdings ist hier das Keyboard sehr dominant, was mir wieder weniger gefällt. Der Track geht ein wenig in die Viking-Richtung, wohingegen "We've Turned Into Saints" sehr thrashig ausgefallen ist. "Ashamed" ist in bester Old Man's Child und Dimmu Borgir Tradition gehalten und bietet solides melodisches Black Metal Futter. "The Claim Of Integrity" dagegen hat einen leichten Extol-Touch, gehört aber definitv zu den uninspirierteren und schwächeren Momenten der Scheibe, ebenso wie "Monster", das man mit entsprechendem Gesang auch auf einem Lordi-Album hätte verwursten können. Den Abschluss macht "The Day Of The Lord", eine anfangs ruhigere atmosphärischere, fast schon rockige Nummer, die sich im weiteren Verlauf zu einem recht furiosen Song steigert und wieder softer ausklingt.

The Heretic haben mit Gospel Songs In E Minor definitiv kein einfaches Album abgeliefert und setzen sich mit vertracktem Songwriting, massiven Keyboardwänden und ungewöhnlichen Einflüssen zwischen die Stühle. Manchmal sind mir die Songs zu zerfahren und der Mix ist auch nicht immer sonderlich gelungen, auch wenn die einzelnen Instrumente gut produziert sind. Lediglich der Bass Drum fehlt es ein wenig an Kraft. Das Keyboard mit seinen vielen verschiedenen Sounds dominiert die Songs sehr oft, zu oft für meinen Geschmack, während die unterschiedlichen Gesangsstile ein eher schattenhaftes Dasein fristen. Wenn The Heretic dies noch in den Griff bekommen, sollten sie durchaus in der Lage sein, zu den Großen im symphonischen Black Metal Lager auf zu schließen.

Lord Obirah

3 von 6 Punkten

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