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Revolting Cocks - Cocked And Loaded

Revolting Cocks - Cocked And Loaded
Stil: Industrial Rock
VÖ: 03. März 2006
Zeit: 43:49
Label: 13th Planet Records
Homepage: www.revoltingcox.com
MySpace: www.myspace.com/revoltingcocks

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Linger Ficken Good, so lautet der Titel der letzten Revolting Cocks CD. Hört sich bescheuert an? In der Tat. Ebenso wie der Bandname und wer weder das eine noch das andere kennt, dem sei gesagt, dass Linger Ficken Good immerhin schon 13 Jahre auf dem Buckel hat, die Scheibe kam nämlich bereits 1993 auf den Markt. Und die Revolting Cocks? Nun, wer die Band nicht kennt, der kennt vielleicht denjenigen, der hinter der ganzen Geschichte steckt. Das ist nämlich kein geringerer als Ministry Mastermind und Industrialkönig Al Jourgensen, der RevCo, so die liebevolle Abkürzung, 1986 gründete, um frei von jeglichen Stilen und Zwängen mit Leuten zusammen zu arbeiten, die er mochte, mag und schätzt. Das hat sich bis heute nicht geändert und mit seinem eigenen Label im Rücken und jeder Menge Gastauftritte präsentiert uns Al nun sein neuestes Sammelsurium verschiedenster Stile.

Die sind aber allesamt in ein typisches Industrialgewand gekleidet, viele Samples also, Drumcomputer und kalter Sound, typisch Al Jourgensen eben. Cocked And Loaded startet auch gleich recht gewöhungsbedürftig mit "Fire Engine", das ursprünglich mal von Iggy Pop geschrieben wurde und nur auf schwer erhältlichen Bootlegs zu hören ist. Die Nummer entpuppt sich aber nach mehrmaligem Hören als echter Gute-Laune-Macher. Ebenso wie "Devil Cock" oder das Bauhaus Cover "Caliente (Dark Entries)", das auch auf dem Saw II Soundtrack vertreten ist. "Ten Million Ways To Die" ist eine ruhigere Nummer, schon fast Soundtrack-artig, ein wenig bluesig, irgendwie wie bei einem schlechten Drogenfilm, ein wenig poppig, hat aber unglaublich viel Charme und einen explosiven Refrain. "Dead End Streets" dürfte das wohl Metal-mäßigste Stück sein, während "Pole Grinder" ebenso wie "Prune Tang" einen entspannten Industrialrocker abgibt, wobei letzteres allerdings eine etwas lahme Ente ist. "Jack In The Crack" hat psychopatische, bedrohliche Strophen und einen knallharten Refrain sowie einen heftig bolzenden Mittelteil mit chaotischem Solo, dürfte somit neben "Dead End Streets" das härteste Stück sein. Am coolsten finde ich aber die letzten beiden Tracks, "Viagra Culture", ein sozialkritisches Stück, das der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vorhält und eben diese höher-weiter-schneller Gesellschaft auf die Hörner nimmt. Und ich sag euch, das Teil hat einen fiesen Ohrwurmrefrain. Ein düsterer Industrialrocker par excellence, total geil! Den Abschluss bildet "Revolting Cock Au Lait", bei dem sich die Revolting Cocks für's Hören des Albums bedanken und Cocked And Loaded entspannt und wieder soundtrackartig ausklingen lassen, klingt ein wenig nach James Bond.

Nach den ersten Tönen von "Fire Engine" hätte ich nicht gedacht, dass sich Cocked And Loaded als solche Granate entpuppt. Mit Ministry hat das nur bedingt etwas zu tun, aber wer auf facettenreichen Industrial Rock kann, der stilistische Grenzen hinter sich lässt, sollte hier schnellstmöglich zugreifen. Ach ja, die angesprochenen Gäste auf Cocked And Loaded hören auf so illustre Namen wie Jello Biafra (Dead Kennedys), Gibby Haynes (Butt Hole Surfers), Rick Nielson und Robin Zander (beide Cheap Trick).

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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