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Ricochet - Zarah (A Teartown Story)

Ricochet - Zarah (A Teartown Story)
Stil: Progressive Rock
VÖ: 08. November 2005
Zeit: 72:28
Label: Prog Rock Records
Homepage: www.teartown.de

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Ein Querschläger ist ein Projektil, das nicht mit der Spitze in seinem Ziel sondern mit der Seite einschlägt, da seine Flugbahn verändert wurde. Der englische Ausdruck dafür ist Ricochet. Und Ricochet ist auch der Name einer Hamburger Progressive Rock/Metal Band.

Die Band um den Gitarristen Heiko Holler und Keyboarder Björn Tiemann veröffentlichte bereits 1996 ihr erstes Album Among The Elements und präsentieren uns nun mit ihrem Zweitling Zarah (A Teartown Story) ein reinrassiges Konzeptalbum. "Es dreht sich dabei um das ebenso kurze wie von Leiden gezeichnete Weg eines jungen Mädchens, vom Missbrauch über die Ermordung des Täters bis hin zu ihrem Selbstmord während ihrer Zeit im Gefängnis." sagt Schlagzeuger Jan Keimer, der sich das Konzept ausdachte. Keine einfache Thematik, aber das ist die Musik von Ricochet auch nicht.
Nach dem fast dreiminütigem Intro "Entering The Scene", das mit einem Schrei endet geht es nahtlos über in "Teartown", das zwar gemächlich und melancholisch beginnt, aber innerhalb der neuneinhalb Minuten an Fahrt und Härte aufnimmt und dabei immer wieder verspielte Passagen mit eingeflechtet, dass es eine reine Freude für Progressive Rock/Metal Fans ist! Mit "Disobedience" folgt ein Instrumental, das keine Zweifel an den Fähigkeiten der Musiker aufkommen lässt und noch dazu nicht langweilig wird. Wie war das noch gleich: Der Song steht im Mittelpunkt? Ganz genau! Danach "Silent Retriever", eine getragene, melancholische und kitschfreie Ballade, die gerade durch den ausdrucksstarken Gesang von Christian Heise heraussticht! Apopros Christian Heise: mit seiner kräftigen und warmen Stimme haben Ricochet den perfekten Sänger für ihren Sound gefunden, der Mann hat einfach Gold in der Stimme!
"Cincinatti Road" beginnt sehr ruhig, steigert sich aber während seiner elf Minuten zu einem wahren Feuerwerk und gehört mit zu den Highlights auf dem Album! "Caught In The Spotlight" ist auf einem höheren Härtegrad angesiedelt und beweist dass die Jungs auch auf diesem Terrain sehr gut bestehen können. Danach wieder ruhigere Töne bei "Final Curtain", zumindest die ersten Minuten, die nur aus Gesang und Klavier bestehen, denn zum Schluss hin gibt die Mannschaft an den Instrumenten noch mal schön Gas und liefert einen klasse Bombasttrack ab! "The Red Line" ist klassischer Progressive Metal Stoff bevor es zum krönenden Abschluss und absoluten Überhammer "A New Days Rising" geht. Knappe 19 Minuten lang fassen Ricochet noch mal alles zusammen was das Album, das in eine transparente Produktion eingebettet ist, stark macht!

Nein, Zarah ist bestimmt kein einfach zu hörendes Album, aber ein äußerst rentables! Fans von Threshold, Vanden Plas, Marillion, Dream Theater und auch alten Queensryche können also nichts falsch machen! Ein Querschläger ist Zarah deshalb bestimmt nicht geworden, sondern eher ein voller Einschlag!! Noch mal so ein Album solcher Qualität und die Höchstnote wäre mehr als verdient!

Andi

5 von 6 Punkten

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