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Russell Allen's Atomic Soul - Atomic Soul

Russell Allen's Atomic Soul - Atomic Soul
Stil: Blues Stoner Rock
VÖ: 25. Mai 2005
Zeit: 50:05
Label: SPV
Homepage: www.symphonyx.com

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Wenn sich Leadsänger aufmachen, um Solopfade zu beschreiten, muss man sich ja des öfteren fragen, was denn der Grund des Unterfangens sein könnte. Oft wird von den Beteiligten behauptet, man wolle nun endlich eigene Ideen verwirklichen, die innerhalb der hauptberuflichen Betätigung nicht passen. Hört man dann aber in die Scheiben hinein, gibt es oft mehr oder weniger stilistisch identische Kost – nur dass halt der Name des Einzelkämpfers und nicht der Band das Cover ziert.

Bei Russell Allen liegt die Sache jedoch anders: der Frontmann der Prog-Metaller Symphony X liefert mit seinem Projekt Atomic Soul in der Tat alles andere als das, was man erwarten sollte. Keine Experimente, kein Gefrickel, nein, ganz und gar erdigen Wüstenrock serviert er uns hier, manchmal sogar schweinemäßig groovend, mächtig voranmarschierend, aber immer meilenweit weg von irgendwelchen progressiven Anflügen. Hier frönt also tatsächlich mal einer seiner zweiten Leidenschaft, und das macht er sehr ansprechend: der Opener "Blackout" bringt die bluesgetränkten, stoner-lastigen Riffs so richtig in Fahrt und die Tanzböden zum Schwingen, "Unjustified" und "Voodoo Hand" rocken ebenso fröhlich geradeaus weiter. Obwohl Allen fast alles bei diesem Album selbst gemacht hat (Gitarre, Keyboard, Bass), kommt die kompetente Unterstützung von Symphony X-Kollegen sowie Stratovarius-Keyboarder Jens Johansson dem Werk sehr zu Gute. Stilistisch hängen diese Stücke irgendwo zwischen frühen Whitesnake, Black Sabbath und Foreigner, entwickeln dabei aber immer einen mitreißenden Stampfer-Rhythmus. "The Distance" liefert eine tolle langsamere Nummer, die direkt von Foreigners Referenzwerk 4 stammen könnte. Mit "Gaia", das von orientalischen Farbtupfern durchzogen ist, zeigen sich dann doch erstmals leichte Spuren von Russell Allens künstlerischer Heimat, wobei hier auch auch Rainbow zu Zeiten von Rainbow Rising um die Ecke schielen. Mit "Saucey Jack" gibt's allerdings das Gegenmittel auf dem Fuße: lockerer, swingender Party-Rock ist hier angesagt. Etwas experimenteller wird's dann wieder mit "We Will Fly", dem einzigen Stück der gesamte Scheibe, das sich zumindest kleinere Prog-Elemente gönnt (Keyboards! Hui!), aber mit dem Titelsong und Rausschmeißer "Atomic Soul" zeigt uns Russell Allen dann doch wieder, das er hier einfach ein cooles Rock'n'Roll-Album abliefern wollte, das Spaß macht, ordentlich losballert und ins Gehört geht. Das hat er geschafft – Erfolg auf der ganzen Linie für den Symphoniker.

Holgi

5 von 6 Punkten

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