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Massteron - Second In The Spheres

Massteron - Second In The Spheres
Stil: Black Metal
VÖ: 24. September 2026
Zeit: 38:12
Label: ATMF
Homepage: www.instagram.com/massteron.metal

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Roh, brutal, aggressiv... das sind einige Adjektive, die dem Hörer nach den ersten Minuten von Massterons Debüt-Album Second In The Spheres in den Sinn kommen mögen. Dass die Songs der polnischen Black-Metal-Band klingen wie eine Prügelei in einer düsteren Gasse zwischen maroden Gebäudefassaden, ist ihrer Aufnahme geschuldet. Das Material wurde nämlich zur Gänze live im Studio eingespielt. Dadurch erzielt dieser boshafte Bastard aus Black, Thrash und etwas Death Metal ein Maximum an Authentizität, während der ruppige Sound über die wünschenswerte Schlagkraft verfügt.

Was sich zunächst vielleicht etwas chaotisch anhören mag, zeigt bei genauem Hinhören ein ordentliches Maß an kompositorischer Feinheit, umgesetzt mit handwerklicher Routine. Beinahe durchgehend auf Speed getrimmt, zeigen die Songs hier und dort atmosphärische Einschübe, Gitarrensoli oder auch mal ruhigere Passagen. Letztes gilt besonders für den Rausschmeißer "Omnispherous Majesty", der in seinen elfeinhalb Minuten Spielzeit beinahe schamanisch hypnotisierende Etappen vorzuweisen hat. Nichtsdestotrotz regiert auf Second In The Spheres die grobe Kelle, die hier und dort an Frühwerke von Marduk oder Destroyer 666 erinnern mag.

Wer den primitiven Charme solcher Werke zu schätzen weiß, wird Massteron sicherlich ins Herz schließen. Grundsätzlich darf man das tollwütige Trio mit den illustren Pseudonymen Warmaster, Sirious und Dethonator als weiteren Beleg für eine lebendige und tiefgründige Szene in unserem östlichen Nachbarland sehen. Es sei jedoch nicht verschwiegen, dass das Album den letzten Kick an Eigenständigkeit und die Installation einiger denkwürdige Momente verpasst hat.

Dagger

4 von 6 Punkten

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