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Mental Brake - First Of All

Mental Brake - First Of All
Stil: Heavy Rock / Heavy Metal
VÖ: 30. Juni 2026
Zeit: 47:42
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.mentalbrake.de

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Die Band Mental Brake wurde 2024 in München gegründet und spielt... ja was eigentlich? Dem Cover-Artwork des Debütalbums First Of All mitsamt dem giftig grünen Logo nach zu urteilen, hätte ich auf die 369. Old-School-Thrash-Revival-Platte getippt. Aber falsch gelegen! Old School sind die fünf Herren aus Oberbayern zwar bis ins Mark, doch frönen sie mit insgesamt zwölf Tracks dem Heavy Rock der 1980er Jahre.

Ein klassisches Riff, fieses Gelächter und ab geht die Post im Up-Tempo mit dem Titeltrack, der abrupt das Tempo wieder rausnimmt, eine unmissverständliche 80er -Atmosphäre aufbaut, um sogleich völlig unbeschwert drauf loszurocken und gewissermaßen den Teppich für die kommenden Songs ausrollt. Den Spagat zwischen Rock und Metal beherrschen die Oberbayern ganz vorzüglich! Dabei passen Frontmann Christians Reibeisen und die deutlich tiefere Zweitstimme, die bevorzugt im Refrain zum Einsatz kommt, zum kernig-kantig vorgetragenen Songmaterial auf First Of All wie Weißbier, Brezn und süßer Senf zur Original Münchner Weißwurst.

Obwohl Mental Brake durch die Bank traditionsbewusst unterwegs sind, fallen Vergleiche zu etablierten Bands nicht leicht, zumal alles, was einem zunächst in den Sinn kommen mag, am Ende irgendwie doch nicht so richtig passen will. "Four Heads" zum Beispiel liefert im Einstieg ein Riff, das wohl unweigerlich an Accept denken lässt, löst sich dann aber recht schnell wieder von der vermeintlichen Vorlage. Dennoch: irgendwo in diesem Bereich, also zwischen Accept, AC/DC oder Judas Priest, ließen sich Mental Brake sicherlich verorten. Dabei liefert die Band eine überraschend hohe Dichte an markanten Gassenhauern, die schnell im Hirn hängenbleiben!

Vom groovenden "Dirty Way", über "Shattered Dreams" mitsamt seinen NWOBHM-Vibes, die unbeschwerten Rocker "Wrong Life" und "Out Of Control" bis zum kultigen Rausschmeißer "Men Of Metal" liefert First Of All genügende Gelegenheiten zum Headbangen und Luftgitarrespielen. "Johnny" und "Hey Hey" lassen glatt so etwas wie infektiöse Metal-Party-Stimmung aufkommen und kanalisieren das hohe Maß an Energie und Spielfreude, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Spielzeit zieht. Das ist Krach von der Basis mit ganz viel Herz und noch mehr Potential! Bleibt zu hoffen, dass sich die Burschen schleunigst auf die Straße begeben und ihre Songs auf die Bühne bringen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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