Review
Werewolves - You're Weak And You Know You're Weak

VÖ: 09. Oktober 2026
Zeit: 33:14
Label: Back On Black
Homepage: www.facebook.com/werewolvesinhell
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Ein ehrgeiziges Unterfangen geht in seine nächste Runde! You're Weak And You Know You're Weak ist Episode sieben des Projekts "Wir veröffentlichen zehn Studioalben in zehn Jahren und begehen kollektiven Suizid, falls wir dieses Ziel nicht erreichen". Die australische Band Werewolves hat also keine Zeit zu verlieren! Wer braucht schon ein Intro? "Uroboirc Fuckwit" zerrt den Hörer ohne Umschweife in die brutale Welt der Wölfe, in der sich alles um die Jagd, um Fressen oder Gefressenwerden dreht.
Grundsätzlich knüpft das tollwütige Trio aus Down Under nahezu nahtlos an den Vorgänger The Ugliest Of All an - Zeit für großartige stilistische Veränderungen war schließlich nicht vorhanden. Dennoch scheint der Teufel im Detail zu stecken. Zumindest könnte man sich einbilden, dass das Songwriting einen Tick kompakter ausgefallen ist und der Anteil schwarzmetallischer Gitarrenwände nach oben geschraubt wurde. Die Rezeptur aus Death und Black Metal mit einer Schippe Grind im Schlepptau ließe sich kurz und bündig auf die Formel "Marduk meets Morbid Angel" reduzieren, doch agieren die Werewolves beinahe noch kompromissloser als diese vermeintlichen Vorbilder.
Auf das unbarmherzige Gemetzel in "Uroboric Fuckwit" folgt mit "Tank Habit" eine auffällig schwarz getünchte Abriss-Orgie, welche die Band in Topform zeigt, wenn es darum geht, sich einen Pfad durch die unterschiedlichen Genres zu schlagen. Dabei brüllt, grunzt und keift sich Frontmann Sam Bean derart inbrünstig durch seine Verse, dass man seine Stimmbänder schon aus den Boxen fliegen sieht. Bei unbarmherzig hohem Tempo drücken sich während der neun aktuellen Hassbatzen Blastbeats, Moshparts und thrashige Riffs quasi die Klinke in die Hand. Am Ende vieler Sogs werden gerne gesprochene Samples oder Statements platziert, die eine humorvolle Seite der drei Aussies durchblicken lassen. Stilistisch tanzt gerade einmal "We March" aus dem bewährten Raster, wenn schleppende Rhythmik und eine unheilvolle Atmosphäre die sonst obligatorische Raserei ersetzen. Geblastet wird hier tatsächlich erst im Endspurt. Dafür folgt mit "The Song Of The Stupid Men" die wütendste Entladung dieser Schlachtplatte auf den Fuß, ehe im finalen Titeltrack noch einmal Brutal-Death in Reinkultur zelebriert wird.
Gut, die Spielzeit von 33 Minuten ist jetzt nicht überragend. Andererseits muss man solch ein Gemetzel auch erstmal länger ertragen können. Von einem Schnellschuss ist You're Weak And You Know You're Weak dennoch meilenweit entfernt. Im Gegenteil: Routine und Ambition machen diesen Dreher zum Schmankerl für alle, denen es nicht schnell und brutal genug zur Sache gehen kann.


