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Paganizer - Flesh Requiem

Paganizer - Flesh Requiem
Stil: Death Metal
VÖ: 01. November 2024
Zeit: 40:34
Label: Transcending Obscurity Records
Homepage: -

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In dem guten Vierteljahrhundert, auf welches die Band Paganizer nun schon zurückblicken kann, erwiesen sich die Schweden als konstante und zuverlässige Lieferanten schwedischen Death Metals im Fahrwasser solch glorreicher Bands wie Dismember, Grave oder Entombed. Wer auch nur in einen Teil der Paganizer-Diskografie hineingeschnuppert hat wird wissen, dass die Band soliden Todesmörtel anrührt, aber nicht unbedingt für stilistische Überraschungen zu haben ist. Dennoch lässt sich so etwas wie ein Reifeprozess nicht von der Hand weisen!

Was sich bereits auf den letzten beiden Drehern Beyond The Macabre und The Tower Of The Morbid abzeichnete, wird auf dem nun vorliegenden 13. Album Flesh Requiem konsequent weiterentwickelt: der Anteil an Melodie, an hymnischen, fast schon epischen Momenten wurde abermals nach oben geschraubt, wie der Titeltrack, aber auch "World Scythe" und nicht zuletzt der famose Rausschmeißer "Skeletons" beeindruckend unter Beweis stellen können. Das soll nun aber nicht heißen, dass Paganizer im Alter versuchen, mit stumpfer Klinge ihr Fleisch zu zerteilen. Im Gegenteil: die Schweden kommen nach wie vor ohne große Umschweife und zumeist unter der Vierminutenmarke auf den Punkt und haben mit "Meat Factory", "Hunger For Meat", "Viking Supremacy" und "The Pyroclastic Excursions" ein paar erbarmungslose Nackenbrecher im Gepäck. Dreckige, punkrockige Passagen in feinster Crust-Manier bleiben dabei ebenso wenig außen vor wie boshaft-atmosphärische und beklemmende Parts, die in "Necromonolithic" besonders deutlich hervortreten. Im Idealfall gelingt den Burschen der Spagat zwischen den Extremen, so im Opener "Life Of Decay" oder im fast schon mitgrunzbaren "Fare Thee Well (Burn In Hell)".

Keine Frage, Paganizer zeigen sich auf Flesh Requiem unerwartet variabel, sie bringen ein Plus an Nuancen und kompositorischen Feinheiten in ihr brutales Spiel und haben schlicht und einfach ein paar ihrer bislang besten Kompositionen im Gepäck. Fans der Stockholmer Schule sollten daher unbedingt die Lauscher spitzen!

Dagger

5 von 6 Punkten

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