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Pekla - Boogie With Satan

Pekla - Boogie With Satan
Stil: Speed`n´Roll
VÖ: 15. Juli 2020
Zeit: 33:54
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.facebook.com/Peklaa

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Aus den baltischen Staaten dringt nur recht selten ein metallisches Lebenszeichen an die westeuropäische Öffentlichkeit. Eine Band, welche die Grenzen der regionalen Szene hinter sich gelassen hat, ist Pekla aus Litauen. Hatte sich das Kollektiv aus Siauliai auf ihrem 2013er Debüt Degsit! noch ganz vom Old-School-Metal a la Overkill und Judas Priest inspirieren lassen, während die Songtexte ausschließlich in der eigenen Landessprache verfasst wurden, zeichnet sich nach dem anschließend vorgenommenen Sängerwechsel eine stilistische Wende ab. Die folgende Platte hörte auf den Namen Speed'n'Roll und dieser Titel steht bis heute programmatisch für die neue Ausrichtung der Band.

Auf Boogie With Satan machen Pekla schließlich genau dort weiter, wo sie 2017 mit ihrem dritten Album The Witch-Bitch Of Hexenville aufgehört hatten. Auch 2020 klingt die Mucke der Litauer wie ein Mix aus Motörhead und Venom auf Speed. Während die rohen und mittlerweile fast ausschließlich in Englisch vorgetragenen Vocals von Frontmann Mindaugas den nötigen Dreck in den Sound von Pekla bringen, liebäugelt die Gitarrenfraktion hier und dort noch mit der New Wave Of British Heavy Metal und demonstriert, dass man durchaus in der Lage ist auch Harmonie und Melodie zu fabrizieren. Gelegentlich wird auch das Tempo etwas zurück genommen, was dann beispielsweise die thrashig groovende Nummer "The Game" in die Nähe neuerer Metallica-Werke rückt, das Hauptaugenmerk liegt dennoch klar auf Rock'n'Roll. Rasante und unkompliziert gestrickte Nackenbrecher wie gleich der Opener "#Rapidez", der Titeltrack "Boogie With Satan" oder "School Of Rock'N'Roll" legen hierfür feinstes Zeugnis ab. Um das Material am Ende noch etwas spannender zu gestalten, haben Pekla eine lange Reihe von Gastmusikern der ebenfalls litauischen und hierzulande wohl kaum bekannten Bands Alcotopia, Phrenetix, Trucas, Cunabula und Orb ins Boot geholt, welche dann an den Gitarren und hinterm Mikro mit aushelfen. Das Resultat ist ein kurzweiliger und ansprechender Ritt durch Old-School-Metal, Thrash und Rock'n'Roll, der über die überschaubare Spielzeit von 34 Minuten gut unterhalten kann, aber eben auch nicht umhaut. Zum Reinschnuppern in die baltische Metalszene ist Boogie With Satan aber schon aufgrund der vielen Gastbeiträge ein geeigneter Anlaufpunkt.

Dagger

4 von 6 Punkten

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