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Firewind - Firewind

Firewind - Firewind
Stil: Melodic Metal
VÖ: 15. Mai 2020
Zeit: 47:33
Label: AFM Records
Homepage: www.firewind.gr

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Neuntes Album, fünfter Sänger. Wenn es, neben der konstant hohen Qualität aller Firewind-Alben, ein wiederkehrendes Muster in der Diskografie der Griechen gibt, so ist es die vergleichsweise kurze Halbwertszeit der Herren am Mikro. Es wundert daher nicht wirklich, dass Mastermind Gus G. seiner Band mit Herbie Langhans wieder einmal eine neue Stimme verliehen hat. Wie in der Vergangenheit wurden beim Casting höchste Ansprüche gestellt und diese erfüllt Herr Langhans, den man von Avantasia oder Seventh Avenue kennen mag, mit spielerischer Leichtigkeit. Seine charismatische und kraftvolle Stimme passt zu den neuen Songs nämlich wie die Faust aufs Auge, da er mit seiner beeindruckenden Bandbreite von Melodic Rock bis hin zu Power Metal das gesamte Repertoire von Firewind professionell begleiten kann.

Los geht's mit dem stampfenden, von mächtigen Riffs begleiteten Opener "Welcome To The Empire", zu dem ein futuristisches Video ins Netz gestellt wurde. Im folgenden "Devour" tritt die Band das Gaspedal bis zum Anschlag, während Saiten-Magier Gus G. wirklich alles aus seinen Flitzefingern heraus kitzelt und demonstriert, warum er zu den heißesten Akteuren seiner Zunft gehört. Überhaupt ist die brillante Gitarrenarbeit auf dem, schlicht Firewind betitelten, Dreher wieder einmal ein wahres Fest und zieht sich wie ein roter Faden durch ein Set, das trotz zeitgemäßer Aufmachung stets mit den goldenen 80ern verlinkt ist. Dieser Retro-Charme ist nicht nur Titeln wie dem rockigen "Space Cowboy" oder der erhabenem Power-Ballade "Longing To Know You" zu eigen, das hochmelodisch groovende "Overdrive" wirkt glatt wie eine tiefe Verneigung vor Ronnie James Dio. Ein unwiderstehliches Ohrwurm-Riff macht den im Midtempo arrangierten Metal-Kracher "Perfect Strangers" zu einem echten Highlight und "Kill The Pain" erweist sich als Rausschmeißer wie man ihn sich nur wünschen kann: wenn Herbie in den Strophen ein extra tiefes Reibeisen auspackt und dem ohnehin härtesten Track der Scheibe noch zusätzlich Power auf den Weg gibt, dürften pflichtbewusste Headbanger auch in den eigenen vier Wänden mit kreisender Mähne für Zugluft sorgen.

Wo Firewind drauf steht ist eben auch Firewind drin. Wer auf kernigen und niemals zu glatt gebügelten Melodic Metal steht, kann bei diesem Dreher wirklich bedenkenlos zugreifen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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