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Tucson Arizona Kings - No Bass But Balls

Tucson Arizona Kings - No Bass But Balls
Stil: Country Punk Rock
VÖ: 17. April 2020
Zeit: 34:19
Label: Housemaster Records
Homepage: www.tucsonarizonakings.wordpress.com

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No Bass, But Balls - das ist nicht nur ein Albumtitel, sondern auch ein Statement... ein etwas seltsames, um genau zu sein. Aber bei näherer Betrachtung macht es durchaus Sinn! No Bass - der erste Teil des Titels resultiert schlussendlich daraus, dass die Tucson Arizona Kings auf ihrem dritten Album zum Duo, bestehend aus Sänger / Gitarrist Achim Horsinka und Drummer Frank Burger, geschrumpft sind. Auf einen Bass wurde daher vielerorts verzichtet, hier und dort hat lediglich Produzent Oliver Rüger am Tieftöner ausgeholfen. An anderer Stelle wurden als Alternative zum Bass andere Instrumente, wie Bariton oder ein Moog Synthesizer eingesetzt, um den Tiefenbereich abzudecken.
But Balls - auch dieser Teil macht Sinn. Denn verglichen mit dem weitestgehend ruhig gestrickten Vorgänger Karma But Karma haben die Klöten der Kings wieder deutlich an Größe und Behaarung zugelegt. Soll heißen: auf diesem Dreher sind die Punkeinflüsse, wie man sie vom Debüt her kannte, wieder spürbarer vorhanden. Überhaupt ist No Bass But Balls die wohl ruppigste Veröffentlichung der Tucson Arizona Kings bislang.

Das demonstriert sogleich der flott rockende Opener "The King Is Dead", bei dem Sänger Achim sowohl Dreck als auch Dissonanzen in seine Vocals packt. Ein Video zu der Nummer ist im Internet zu finden. Wenn schließlich ein Song das Prädikat Country Trash oder Cow Punk, wie TAK ihre Mucke selbst kategorisieren, verdient hat, dann ist das wohl das rotzige "Horses In The Mist". Ganz ohne Lagerfeuerstimmung geht es am Ende aber doch nicht: das heimelige und hochmelodische "Rise" schlägt am ehesten in die Kerbe des letzten Albums. Als Anspieltipp sei ferner das R.E.M.-Cover "It's The End Of The World", das nach überraschend relaxtem Auftakt richtig schön drauf los rockt, gegeben.

No Bass But Balls wurde innerhalb von nur drei Tagen im Studio eingespielt und das hört man der Scheibe auch an, allerdings nicht im negativen Sinn. Die Songs klingen durch die Bank spontan und minimalistisch arrangiert, sodass tatsächlich so etwas wie ein warmes und angenehmes Live- bzw. Kneipen-Feeling entsteht. Am Ende punkten die Tucson Arizona Kings also nicht mit Perfektion, sondern mit Charme und seien daher allen ans Herz gelegt, die Country, Folk und ein wenig (Punk) Rock'n'Roll auf ihrer Speisekarte haben.

Dagger

4 von 6 Punkten

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