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Serious Black - Suite 226

Serious Black - Suite 226
Stil: Melodic Metal
VÖ: 31. Januar 2020
Zeit: 46:48
Label: AFM Records
Homepage: www.serious-black.com

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Nach etwas längerer Schaffenspause melden sich Serious Black mit ihrem nunmehr fünften Streich zurück. Suite 226 erzählt als Konzeptalbum die Geschichte eines geistig verwirrten Mannes, der ein elendes Dasein in einer Gummizelle fristen muss, während er sich in seiner Phantasie in die Rolle eines mächtigen Herrschers flüchtet und mit der Zeit nicht mehr zwischen bitterer Realität und Wunschzustand unterscheiden kann. Dieser finsteren Thematik ist es wohl geschuldet, dass die Songs auf Suite 226 - benannt nach der Zellennummer des Protagonisten - zwischen melancholischen und feierlichen Momenten hin und herpendeln. Dass man von den beteiligten Musikern des anno 2014 als Supergroup aus der Taufe gehobenen Kollektivs ein Höchstmaß an Professionalität und handwerklichem Können erwarten darf, sollte sich mittlerweile herum gesprochen haben. So darf sich der werte Hörer auch dieses Mal auf ein durchdachtes und gut gemachtes Melodic-Metal-Album freuen, das mit aufwändigen Arrangements und allerhand Synthesizer-Bombast aufwartet.

Auf den treibenden und atmosphärisch dichten Opener "Let Me Go" folgt mit "When The Stars Are Right" die erste Single-Auskoppelung, zu der es auch ein pompös inszeniertes Video im Netz gibt. Es zeigt die Musiker mit Zwangsjacken inmitten der düsteren Kulisse einer Nervenheilanstalt und nimmt damit direkten Bezug auf das Konzept des Albums. Wo mit "Heaven Shall Burn" ein kerniger Nackenbrecher an den Start gebracht wird, findet man in "Come Home" eine traurige und stimmungsvolle Ballade, die womöglich auch Fans aus dem Nightwish-Lager ansprechen wird. Dazwischen setzen Serious Black auf eindringliche Melodien und durchaus progressive Strukturen. Eingängigster Titel mit Potential zum Album-Hit dürfte dabei das energetisch vorgetragene "We Stand Tall" sein. Den Schlusspunkt bildet schließlich der opulente und progressiv gestrickte Titeltrack mitsamt orientalischer Melodien, einem Höchstmaß an Theatralik und einem Urban Breed, der am Mikro über sich hinaus wächst.

So weit so gut. Serious Black wissen, wie man Metal musiziert. Gar keine Frage. Doch scheint vielen der Kompositionen dieser gewisse letzte Kick zu fehlen. Gassenhauer zum Mitmachen und Abgehen sollte man auf Suite 226 besser nicht erwarten. Das hätte auch nicht zur Story hinter den Songs gepasst. Stattdessen sollte man Suite 226 ein paar Durchläufe zugestehen und wird feststellen, dass wir es hier mit einem erwachsen klingenden und anspruchsvollen Werk zu tun haben, das auch längerfristig gut unterhalten, aber eben nicht so richtig mitreißen kann.

Dagger

4 von 6 Punkten

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